Provence-Alpes-Côte d'Azur: Wirtschaft

Mit 105,8 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt liegt die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur am 3. Platz im regionalen Vergleich. Beim Vergleich pro Kopf erreicht die Region den 6. Platz. Die aktive Bevölkerung der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur (1,76 Mio) arbeitet mit 80% überwiegend im Dienstleistungssektor, 16% arbeiten in der Industrie und ca. 4% sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Arbeitslosenquote (11,5%) liegt über dem nationalen Durchschnitt.

Seit der Antike wird in der Region aktiv Landwirtschaft betrieben. Heute spezialisieren sich einzelne Gebiete der Region auf unterschiedliche landwirtschaftliche Erzeugnisse. So sind die Hochebenen im Departement Vaucluse berühmt für ihre Lavendelfelder, das Rhônetal ist auf Grund seines fruchtbaren Bodens und seines milden Klimas hervorragend geeignet für den Obst- und Gemüseanbau, an den Südhängen der Gebirge bekommen die Oliven genügend Wärme und der karge Boden der Crau wird intensiv für die Viehzucht genutzt. Eine besondere Stellung in der Region nimmt der Weinanbau ein. Berühmt sind die Weinberge Côtes du Rhône zwischen Orange und Tarascon und Côtes de Provence zwischen Aix-en-Provence und Cassis.
 
Lange Zeit spielte die Industrie im Vergleich zur Landwirtschaft nur eine sekundäre Rolle. Inzwischen gibt es aber einige erfolgreiche Industriezweige in der Region, die sich vor allem entlang der Rhône konzentrieren. Das absolute Ballungszentrum ist Marseille mit Schiffsbau, Maschinenbau und Agrarnahrungsmittelindustrie. Zu den führenden Industriezweigen der Region zählen: die Energiewirtschaft (an Rhône und Durance), die Chemie (Shell in Berre), die Agrarnahrungsmittelindustrie (Haribo in Marseille), der Flugzeugbau (Aerospatiale in Cannes), die Elektronik (IBM in La Gaude, Thomson in Valbonne) und die Parfum- und Seifenherstellung (Grasse, Marseille).

Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle in der Region. Auf Grund der attraktiven Lage und des günstigen Klimas wurde die Mittelmeerküste in Provence-Alpes-Côte d'Azur bereits im 19. Jh. entdeckt. Zu dieser Zeit kamen jedoch die privilegierten Gäste vorwiegend in den Wintermonaten. Seit den 70er Jahren des 20. Jh.s entdeckten die breiten Bevölkerungsschichten das Gebiet. Die Infrastruktur wurde rasch an die neue Klientel angepasst und zählt heute zu den am besten entwickelten in ganz Frankreich mit Angeboten vom Campingplatz bis zum Luxushotel. Mit Golfplätzen, Casinos, Festivals und Privatstränden werden aber immer noch Gäste aus der High Society angezogen. Das reiche Kulturerbe in Provence-Alpes-Côte d'Azur ist ebenfalls sehr bedeutend. Städte wie Avignon, Marseille, Cannes, Arles und Nizza sind Anziehungspunkte für den Kultur- und Städtetourismus.

 

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