Prosa des Mittelalters

In der Anfangsphase der französischen Literatur wurden die literarischen Werke vorwiegend in Versform verfasst. Man benutzte die prosaische Form für juristische oder religiöse Dokumente (Les Serments de Strasbourg, Auszüge aus der Bibel...). Seit dem 13. Jh. wurde die Prosa beim Schreiben von Chroniken verwendet, die ein Bindeglied zwischen Dokumentation und Literatur darstellten.

Die ersten Chronisten (Geoffroi de Villehardouin, Jean de Joinville) beschrieben die Geschehnisse aus ihrer Sicht, ohne tiefgreifende Gründe oder Konsequenzen zu erforschen. Einen Durchbruch in der Chronik-Schreibung erreichte Jean Froissart. Anders als seine Vorgänger war er nicht unmittelbarer Zeuge der Ereignisse, sondern lies sich von Erzählungen Anderer inspirieren und brachte auch selbst seine Vorstellungen und Reflexionen in die Chronik ein. Einen Schritt weiter ging im 15. Jh. Philippe de Commines, der in seinen Memoiren nicht nur historische Ereignisse schildert, sondern auch nach Ursachen und Konsequenzen forscht.

Zeitgleich verbreitete sich die Prosa auch in der Gattung des Romans. Nach dem Erfolg des Werkes Lancelot en prose wurden weitere alte Versromane in Prosa umgeschrieben. Ihr literarischer Wert war jedoch eher gering und erst während der Renaissance entstanden beachtenswerte Prosawerke.

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