Picardie: Geschichte

Während der gallo-römischen Periode gehörte das Gebiet der heutigen Picardie zur Provinz Gallia Belgica. Um 435 verwüstete Attilas Armee diese Gebiete und beschleunigte den Zerfall des römischen Imperiums auf gallischem Boden. Am Ende des 5. Jahrhunderts besetzten die Franken das Territorium. Ihr König Chlodwig wählte Soissons als Hauptstadt, bevor er seine Gebiete nach Süden ausdehnte. Auch nachdem Paris Hauptstadt wurde, verlor die Picardie nicht an Bedeutung: Karl der Große wurde in Compiègne zum König von Austrasien gekrönt; in Noyon fand die Krönung von Hugo Kapet statt.
Im Mittelalter zerfiel das Gebiet in mehrere selbständige Herrensitze, die Graf Herbert von Vermendois im 10. Jahrhundert unter seinen Einfluss stellte. Erst nach dem Hundertjährigen Krieg fielen diese Gebiete an die französische Krone. Durch die exponierte Lage der Picardie wurde das Gebiet von zahlreichen Kriegen heimgesucht. Besonders im 15./16. Jh. fanden hier kriegerische Auseinandersetzungen der französischen Könige (Franz I., Heinrich II.) mit den Habsburgern statt, die das Artois für sich beanspruchten.
 
Erst mit dem Pyrenäen-Frieden im Jahre 1659 wurde der Konflikt beigelegt und das Gebiet konnte sich wirtschaftlich entwickeln. Jedoch bereits zu dieser Zeit ging von Paris eine große Anziehungskraft aus und Vertreter des Handels und des Adels verlegten ihre Wohnsitze in die französische Hauptstadt. Bis heute hat sich an der Situation kaum etwas geändert. Die glanzvollen Städte der Region (Amiens, Beauvais, Senlis, Compiègne, Soissons, Laon) können nicht aus dem Schatten von Paris heraustreten.

 

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