Lothringen: Geschichte

In der frühgeschichtlichen Periode wurde das ehemalige Lothringen von den Stämmen der Leuci und Mediomatriker besiedelt. Ihre Gründungen gehen auf die zwei ältesten Städte Toul (Tullum) und Metz (Divodurum) zurück. Während der gallo-römischen Epoche wurden diese Gebiete in die Provinz Gallia Belgica integriert. Die Römer förderten den Handel, die Industrie und das Bauwesen. Ein schönes Beispiel ist die Ausgrabungsstätte in Grand, wo sich u.a. eines der größten Amphitheater Frankreichs befindet.

Im 5. Jahrhundert wurden die Gebiete von den Franken erobert und in das Reich von Chlodwig I. integriert. Ein Jahrhundert später wurde Metz die Hauptstadt von Austrasien. Nach dem Vertrag von Verdun teilten die Nachfolger Karls des Großen das riesige Reich untereinander auf. Das heutige Lothringen mit den Niederlanden über Burgund bis Rom fiel Lothar I. zu, der der Region auch ihren Namen gab. Er konnte aber die Gebiete gegen seine zwei Brüder nicht halten und es folgten zahlreiche Neuaufteilungen und Zersplitterungen des Landes. In seiner Blütezeit umfasste Lothringen das Saarland, Luxemburg, Trier, Belgien mit Ausnahme von Flandern, den Niederrhein und den Süden der Niederlande.

Im 10. Jahrhundert wurde das Land in die zwei Herzogtümer Nieder- und Oberlothringen aufgeteilt. Mit der Zeit verliert Oberlothringen Luxemburg, Koblenz, Saar, Trier und nimmt langsam die Form des heutigen Lothringens an. Im 14. Jahrhundert fällt Lothringen an das Deutsche Reich und bekommt den Sonderstatus eines „freien Reiches“. In dieser Zeit blühte in Lothringen die Kultur und die Wirtschaft. Die damalige Hauptstadt Nancy hatte nicht weniger Glanz als die anderen europäischen Hauptstädte. Die Universität in Pont-à-Mousson zählte zu den besten in ganz Europa.

Im 18. Jahrhundert tauschte Franz III. von Lothringen sein Herzogtum mit dem polnischen König Stanislas Leszczynski und erhielt im Gegenzug die Toskana. Ludwig XV. wurde der Schwiegersohn von Stanislas Leszczynski und verstärkte den französischen Einfluss in Lothringen. Nach dem Tod von Leszczynski wurde das Gebiet in das französische Königreich integriert.

Im deutsch-französischen Krieg 1870 und im ersten, sowie im zweiten Weltkrieg wurde Lothringen von deutschen Truppen zeitweise besetzt. Im Jahre 1945 wurden die Gebiete von den Alliierten befreit.

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