Lex Salica

Gesetzbuch der salischen Franken.
 
Das erste Gesetzbuch des Frankenreiches entstand zu Beginn des 6. Jahrhunderts auf Erlass von Chlodwig I. Es ist nicht das älteste, jedoch das am vollständigsten überlieferte Gesetzbuch dieser Zeit.
 
Die älteste Fassung der Lex Salica besteht aus 62 Kapiteln, die vor allem für Verbrechen gegen Privateigentum oder Personen Strafen festsetzte. Dabei wurden auch für grundlose Beleidigungen oder unerlaubtes Berühren einer Frau hohe Strafen festgelegt. Außer mit Straftaten befasste sich das Gesetzbuch ebenfalls mit der Erbfolge. Wenn die Reichtümer des Verstorbenen ohne Geschlechtsunterschiede weitervererbt wurden, konnte der eigentliche Besitz nur an männliche Nachkommen weitergegeben werden und „in keinem Fall einer Frau zuteil werden“. Diese Aussage wurde zum grundlegenden Prinzip in der französischen Monarchie und führte im 14. Jahrhundert zum 100-jährigen Krieg.

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