Languedoc-Roussillon: Wirtschaft

Mit 41,55 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt liegt das Languedoc-Roussillon am 12. Platz im regionalen Vergleich. Beim Vergleich pro Kopf erreicht die Region den letzten Platz. Die aktive Bevölkerung der Region Languedoc-Roussillon (0,85 Mio) arbeitet mit 75% überwiegend im Dienstleistungssektor, 17,5% arbeiten in der Industrie und ca. 7,5% sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Arbeitslosenquote (13,7%) liegt über dem nationalen Durchschnitt.

Traditionell spielt seit der Römerzeit der Weinanbau im Languedoc-Roussillon eine führende Rolle. Die außerordentlich günstigen Naturbedingungen in der Region erlaubten eine breite Nutzung der Anbauflächen. Dies führte Anfang des 20. Jh.s zur Massenproduktion von Weinen niederer Qualität. Erst in neuerer Zeit verändert sich die Situation. Immer mehr Winzer streben nach dem Qualitätssiegel AOC für ihre Produkte und erreichen langsam eine Verbesserung ihres Rufes.

Die westlichen Gebiete der Region sind berühmt für ihre Obstplantagen (Äpfel, Pflaumen und besonders Kirschen). Seit den 60er Jahren wurden Maßnahmen zur Bewässerung der Gebiete im Languedoc durchgeführt, was eine intensive Nutzung des Landes für den Gemüseanbau zwischen Rhône und Montpellier zur Folge hatte. Im Norden der Region wird weiterhin Viehzucht betrieben.

Nach der Stilllegung der lokalen Wirtschaftszweige wie Eisengewinnung und Glasproduktion sind jetzt überwiegend die pharmazeutische Industrie (Sanofi in Aramon) und die Informatik (IBM in Montpellier) von Bedeutung.
Eine entscheidende Veränderung im Wirtschaftssystem des Languedoc-Roussillon brachten die 60-er Jahre, als die Regierung sich entschloss an der Mittelmeerküste ein französisches Florida zu erschaffen. Die natürlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Tourismus waren gegeben: breite Sandstrände von der Camargue bis Perpignan und malerische Felsenküsten zwischen Le Racou-Plage und der spanischen Grenze. Durch den Bau von Hotelanlagen und Feriendörfern an der Küste (La Grande-Motte, Narbonne-Plage, Gruissan-Plage) wurden die Kapazitäten für den Massentourismus erhöht, der zur wichtigsten Einnahmequelle der Region zählt.

Noch bedeutender erwies sich die Verbesserung der Verkehrsverbindungen mit dem Norden (Paris, Belgien, Deutschland…) und der Ausbau der Ost-West-Verbindung zwischen Italien und Spanien.

Terminkalender

S M D M D F S
 
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
 
 
 

Ferienhäuser

Hotels in Frankreich