L’Humanité

L’Humanité zählt neben Le Figaro und La Croix zu den ältesten frz. Zeitungen, die auch heute noch erscheinen. Sie wurde 1904 von Jean Jaurès als offizielles Organ der sozialistischen Partei gegründet, jedoch nach Abspaltung der kommunistischen Partei auf dem Parteitag von Tours im Jahre 1920 schloss sich L’Humanité der neu gegründeten Partei an und wurde Zentralorgan der PCF. Als Zentralorgan hatte die Zeitung die Aufgabe ideologisch konforme Ideen zu propagieren und zu verteidigen, wodurch die Pressefreiheit der einzelnen Journalisten stark relativiert wurde.

Heute gilt L’Humanité offiziell nicht mehr als Presseorgan der kommunistischen Partei, obwohl die Verbindung zur Parteispitze noch stark ausgeprägt ist. Diese strategische Entscheidung erwies sich als notwendig, um die Zeitung aus der finanziellen Misere zu retten. Das neue „parteilose“ Konzept zeigte Erfolg und lies auch Unternehmer in die Zeitung investieren. Neben der PCF beteiligen sich noch der Privatsender TF1, der Konzern Lagardère, diverse Banken u.a. am Kapital der Zeitung.

Die wirtschaftliche Öffnung wurde auch von einem neuen Darstellungsstil der Journalisten begleitet, der sich jetzt nicht mehr ausschließlich an der kommunistischen Ideologie orientiert, sondern sich jetzt an ein breiteres Publikum, vor allem an das Arbeitermilieu, wendet. Im Zuge dieser Neuerungen verschwand auch die kommunistische Symbolik (Hammer und Sichel) aus dem Erscheinungsbild der Zeitung.

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