Geschichte: Übersicht

In der vorgeschichtlichen Zeit wurde das Gebiet des heutigen Frankreichs von den Liguren besiedelt. Im 5. Jahrhundert v.Chr. wurden sie von den Iberern verdrängt. Ca. 1500 v.Chr. traten die Kelten in den Gebieten des heutigen Frankreichs erstmals in Erscheinung. Langsam, aber unaufhaltsam verbreiteten sie sich zu Beginn des 4. Jahrhunderts v.Chr. auf dem ganzen Territorium.
 
Seit dem 2. Jahrhundert v.Chr. beginnt die römische Besetzung des Territoriums, die in mehreren Etappen erfolgte und im Jahre 51. v.Chr. durch Caesar vollendet wurde. Die Römer teilten das Gebiet, das sie Gallien nannten, in Provinzen, errichteten Städte, bauten Strassen... Außerdem übernahmen sie die Verteidigung der äußeren Grenzen und gewährleisteten auf lange Zeit eine relativ friedliche Entwicklung des Landes.
 
Im frühen Mittelalter drangen „Barbaren“ (Allemannen, Franken, Burgunder...) in das römische Gallien ein, bis sich nach dem Zerfall des Römischen Imperiums die Franken unter Chlodwig  aus der Dynastie der Merowinger als Herrscher durchsetzten. Die Herrschaft der Merowinger endete im Jahre 751, als der letzte merowingische Herrscher Childerich III. von dem Hausmeier Pippin III. abgesetzt wurde, mit dem die neue Herrscherdynastie der Karolinger entstand. Aus dieser Dynastie stammte auch Karl der Große, der das französische Gebiet auf fast ganz Westeuropa erweiterte. Aus der Reichsteilung unter seinen Erben entstand annähernd das heutige Frankreich.

Die Schwächung der karolingischen Dynastie durch häufige Gebietsteilungen und interne Machtkämpfe fand seinen Abschluss im Jahre 987 als Hugo Kapet, Graf von Paris, sich zum König wählen ließ. Er wird damit zum Begründer der neuen Dynastie der Kapetinger. Der Tod des letzten Königs aus diesem Geschlecht, der keine direkten Nachkommen hinterließ, stürzte das Land in den 100-jährigen Krieg mit England. Durch das Engagement der Volksheldin Jeanne d’Arc konnte er im Jahre 1453 erfolgreich für das Haus Valois beendet werden. Während der Renaissance verbreitet sich der Protestantismus in Frankreich, was zu heftigen Bürgerkriegen führte, die erst im Jahre 1598 durch Heinrich IV. aus der Dynastie der Bourbonen beendet werden konnten. Seine Nachfolger Ludwig XIII. und Ludwig XIV. verstärkten die Zentralgewalt in Frankreich und brachten dem Land die Vormachtstellung in Europa ein.
 
Seit der Revolution im Jahre 1789 wurde die Monarchie geschwächt und in den folgenden Perioden (1. Republik, Nationalkonvent, Direktorium, Konsulat) abgelöst. Dieser Sieg des Bürgertums setzte Signale für die europäische Entwicklung des 19. Jahrhunderts. Selbst die Einrichtung des Kaiserreiches durch Napoleon konnte die Entwicklung der demokratischen Regierungsformen nicht stoppen.
 
In den Jahren nach dem Sturz von Napoleon (Restauration, Julimonarchie, Zweite Republik und Zweites Kaiserreich) entstand das parlamentarische Regime.
 
Die Dritte Republik, die Provisorische Regierung nach dem Vichy-Regime, die Vierte und die heutige Fünfte Republik boten sehr unterschiedliche Entwicklungen des Nationalstaates, die aber im Endeffekt zu einer erfolgreichen Entwicklung des Landes führten.
 
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