France-Soir

Die französische Tageszeitung France-Soir geht auf die Vorkriegszeitung Paris-Soir zurück. Während des 2. Weltkrieges gaben die Journalisten von Paris-Soir eine Resistance-Zeitung unter dem Titel Défense de la France heraus. Mit der bestehenden Mannschaft unter der Leitung von Pierre Lazareff gelang es, gleich nach der Befreiung von Paris, die Zeitung unter neuem Namen aufzulegen. Die erste Ausgabe von France-Soir erschien am 7. November 1944 und die Tageszeitung wurde schnell vor allem im Arbeitermilieu populär. Die Auflage stieg ständig bis in die 60-er Jahre und erreichte eine Million Exemplare pro Jahr, was die höchste Auflage einer französischen Zeitung überhaupt war.

In den 70-er Jahren konnte ein ständiges Fallen der Verkaufszahlen beobachtet werden und der Mehrheitsaktionär Hachette verkauft France-Soir im Jahre 1976 an Robert Hersant, was einen Konflikt zwischen den Journalisten und dem neuen Besitzer auslöste und direkt in eine Krise mündete. Wirtschaftliche Maßnahmen (Sozialabbau, Kündigungen, wechselnde Chefredakteure) und redaktionelle Erneuerungen (Farbdruck, Sensationsreportagen...) brachten nicht den gewünschten Erfolg. 1999 konnte der Konzern France-Soir nicht mehr halten und die Zeitung wechselte zur Verlagsgruppe Presse Alliance unter Ramy Lakah.

Seit dieser Zeit versucht die Zeitung mit allen Mitteln die Auflage zu stabilisieren, jedoch ohne großen Erfolg und heute ist ihre Existenz mehr denn je in Frage gestellt. Im Jahre 2005 verzeichnete France-Soir nur 61898 verkaufte Exemplare, was auch zu sinkenden Werbeeinnahmen führte und dadurch die Verschuldung monatlich in die 100-Tausende treibt.

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