Dreyfus-Affäre

Die Dreyfus-Affäre löste am Anfang des 20. Jahrhunderts eine der größten innenpolitischen Krisen Frankreichs aus. Sie entstand aus einem Prozess gegen den französischen Hauptmann Alfred Dreyfus mit jüdischer Abstammung. Er wurde wegen Hochverrats und Spionage angeklagt. Nach einem schnellen Prozess wurde er degradiert und zu einer lebenslänglichen Deportation verurteilt. Inzwischen verstärkten sich antisemitische Stimmen nicht nur innerhalb der Armee sondern auch in höchsten Kreisen. Obwohl sich die Beweise, die zur Verurteilung Dreyfus führten, als falsch erwiesen, wurde das Urteil nicht revidiert. Emile Zola sprach sich in einem offenen Brief an den Präsidenten - J'accuse - gegen die Verurteilung aus und verursachte damit eine Welle von Protesten und öffentlichen Debatten. Dies führte letztendlich zum Freispruch von Dreyfus.
 
Es gab außerdem weitergehende Konsequenzen. Im Laufe der öffentlichen Auseinandersetzungen konsolidierten sich mehrere politische Gruppierungen und gewannen an Einfluss. In dieser Zeit wurden gegründet:

Nicht zu unterschätzen war das neue Selbstbewusstsein der französischen Intellektuellen, die nach diesen Ereignissen ihre Macht und ihre Einflussmöglichkeiten in das politische Geschehen spürten und noch oftmals davon Gebrauch machten.

 

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