Berufsstruktur der Bevölkerung

Seit mehreren Jahren beobachtet man keine tiefgreifende Veränderung in der Berufsstruktur der Bevölkerung, vielmehr setzt sich die in den 70-er Jahren begonnene Entwicklung fort:
In der Landwirtschaft sterben die Kleinbetriebe aus, da hauptsächlich Großbetriebe rentabel wirtschaften können. Für die Entwicklung der Berufsstruktur der Bevölkerung bedeutet das, dass das Berufsbild der landwirtschaftlichen Hilfskräfte immer bedeutungsloser wird. Es wird durch das Berufsbild der Arbeiter in Großbetrieben der Landwirtschaft und Agrarnahrungsmittelindustrie ersetzt.
Im Dienstleistungssektor zeigt sich seit Jahrzehnten ein kontinuierliches Anwachsen der Stellenangebote, vor allem im Bereich Dienstleistungen für Privatpersonen und im Bereich Handel. Ebenfalls werden immer mehr Stellen in den Bereichen Pflege und Sozialarbeit geschaffen, auf Grund der immer älter werdenden Gesellschaft und ihrem veränderten sozialen Bewusstsein.
In der Industrie verstärkt sich der Anteil an Ingenieuren und qualifiziertem technischen Personal, wobei gleichzeitig immer weniger Arbeiter benötigt werden. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sind Betriebe gezwungen, ihre Ausgaben so weit wie möglich zu reduzieren, was einen massiven Stellenabbau in der Verwaltung zur Folge hat.
Diese Prozesse haben einen Stellenabbau in der Industrie zu Gunsten des Dienstleistungssektors zur Folge. Da in vielen Bereichen des Dienstleistungssektors (Bildung, Finanzen, Immobilien...) überwiegend Frauen beschäftigt sind, ist bei der Beschäftigung von Männern ein Rückgang zu verzeichnen.
Im Jahre 2004 verteilten sich die Beschäftigten (in %) je nach Berufssparten folgendermaßen:
Landwirte: 2,7
Selbständige: 5,9
Führungskräfte und Akademiker: 14,4
Mittelstand: 23,3
davon:
Lehrer:3,2
Pflegepersonal und Sozialarbeiter: 4,5
Verwaltungsangestellte: 7,2
Techniker: 4,1
Angestellte: 28,8
davon :
Angestellte im öffentlichen Dienst: 8,9
Polizei und Militär: 2,0
Angestellte der Unternehmensverwaltung: 6,9
Handelsangestellte: 4,3
Personal der Dienstleistungen für Privatpersonen: 6,7
Arbeiter: 24,8
davon:
Industriearbeiter: 10,1
Arbeiter im Handwerk: 8,9
Fahrer: 2,5
Lager- und Transportarbeiter: 2,0
Sonstige: 0,1
(Quelle: INSEE)
Die Verteilung der Beschäftigten nach Regionen zeigt erwartungsgemäß eine herausragende Rolle der Region Île-de-France und deren Gegenpol in Südfrankreich, der Region Rhône-Alpes. Ebenfalls über 1 Mio Stellen sind in den Regionen Provence-Alpes-Côte d'Azur, Nord-Pas-de-Calais, Pays de la Loire… zu verzeichnen. Am wenigsten Beschäftigte haben die landwirtschaftlich geprägten Regionen Korsika und Limousin.
Zahl der Beschäftigten nach Regionen im Jahre 2003:
Alsace: 722 934
Aquitaine: 1 169 816
Auvergne: 524 836
Basse-Normandie: 562 802
Bourgogne: 642 590
Bretagne: 1 196 738
Centre: 980 969
Champagne-Ardenne: 527 027
Corse: 98 015
Franche-Comté: 450 257
Haute-Normandie: 697 244
Île-de-France: 5 342 765
Languedoc-Roussillon: 846 763
Limousin: 282 687
Lorraine: 848 611
Midi-Pyrénées: 1 065 341
Nord-Pas-de-Calais: 1 437 446
Pays de la Loire: 1 377 792
Picardie: 667 001
Poitou-Charentes: 652 612
Provence-Alpes-Côte d'Azur: 1 763 397
Rhône-Alpes: 2 414 165
Beschäftigte Franzosen im Ausland: 275 326
Kontinentalfrankreich: 24 547 134
Quelle: INSEE

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