Aufklärung

Frankreich tritt  unter dem Zeichen der absoluten Macht des Sonnenkönigs Ludwig XIV. ins 18. Jahrhundert ein. Das Ende des Jahrhunderts markiert der Staatsstreich des 18. Brumaire Napoleon Bonaparte. Dieser Staatsstreich stellte die Vorstufe zum 1. Kaiserreich dar. Zwischen diesen zwei historischen Momenten lag eine Fülle von Ereignissen, die die sozialen Strukturen und Machtverhältnisse im Lande von auf Grund veränderten: Regentschaft (1715 – 1723), Regierung von Ludwig XV. (1723 – 1774) und Ludwig XVI. (1774 – 1791), Französische Revolution (1789), Abschaffung der Monarchie und Hinrichtung Ludwigs XVI., Erste Republik, Diktatur von Robespierre, Direktorium.

Die ersten Jahre des 18. Jahrhunderts versprachen jedoch keine Veränderungen. Erst nach dem Tod Ludwigs XIV. änderte sich das Leben am Hof und in ganz Frankreich.
Von einer Weiterführung des absolutistischen Regierungsstils des Königs konnte keine Rede sein: der Nachfolger Ludwigs XIV. (sein Urenkel Ludwig XV.) war nur 5 Jahre alt als er den Thron bestieg. Aber auch nach der Regentschaft des Herzogs Philippe II. von Orléans zeigte Ludwig XV. nicht die Machtstärke seines Urgroßvaters. Die Beteiligung Frankreichs an dem Polnischen Thronfolgekrieg, dem Österreichischen Erbfolgekrieg und dem Siebenjährigen Krieg brachte das Land an den Rand des finanziellen Ruins und schwächte sein internationales Ansehen.

Im Jahre 1774 bestieg Ludwig XVI., Enkel Ludwig's XV., den Thron. Unter dem Druck des an Macht gewinnenden Bürgertums unternahm er den Versuch, Handel und Gewerbe zu liberalisieren, was ihn in einen Konflikt mit dem Parlament stürzte. Seine Finanzpolitik beruhte auf einer sich unermesslich steigernden Staatsverschuldung, die 1780 in einer Finanzkrise mündete. Die Regierung wurde aufgefordert, den Rechenschaftsbericht zu veröffentlichen, der Entsetzen auslöste, obwohl er die finanzielle Situation noch beschönigte. Die Steuererhöhung als Ausweg aus der Finanzkrise stieß auf breiten Widerstand praktisch aller Schichten der Bevölkerung. Die bedeutenden Philosophen und Staatsdenker der Aufklärung (Voltaire, Rousseau, Diderot u.a.) spielten dabei eine wichtige Rolle.

Unfähig die Staatskrise zu bewältigen, wurde Ludwig XVI. gezwungen die Generalstände einzuberufen, die am 5. Mai 1789 in Versailles zusammenkamen. Die Auseinandersetzungen über den Abstimmungsmodus der Generalstände waren der Auslöser für die Französische Revolution.

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