Architektur

Als erste Behausung nutzten die Menschen in der Vorzeit natürliche Höhlen. Mit immer besser werdenden Klimabedingungen verließen die Menschen der Jungsteinzeit ihre Höhlen und errichteten zeltähnliche Bauten in waldreichen Gebieten, die ausreichend Nahrung boten. Zeitgleich entwickelte sich die sogenannte Megalithkultur, die imposante Anlagen aus Stein hervor brachte.

Die ersten großen Bauwerke in Frankreich entstanden jedoch in der gallo-römischen Epoche (1. Jh.v.Chr. - 3. Jh.), meist in den von Römern angelegten Städten oder in ihrer Nähe. Tempel (Maison Carrée in Nîmes, Janus-Tempel in Autun), Theater (Orange, Arles, Nîmes, Vienne, Autun), Thermen (Paris, Nîmes, Grand), Strassen, Brücken und Aquädukte (Pont du Gard) zeugen von der hochentwickelten Baukunst dieser Zeit.

In der Vorromanik beschäftigten sich die Architekten mit der Suche nach eigenen Formen der Baukunst ohne eine Verbindung zu den Errungenschaften der römischen Architektur zu knüpfen. Erst im 11. Jahrhundert wurden die Bauten Roms gründlich betrachtet. Daher stammt auch der Name für die neue Stilrichtung - Romanik.

Die Entwicklung der Architektur im 12. Jahrhundert bereitete den Boden für einen neuen Stil, der bald fast ganz Europa beherrschte - die Gotik. In dieser Zeit wurden Kathedralen in Sens, Laon, Paris, Amiens, Reims u.a. erbaut. Um den Gebäuden ein "modernes" Aussehen zu verleihen wurden dabei oft die älteren Bauten zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. Diese Modernität drückte sich zunächst hauptsächlich in den architektonischen Bauprinzipien aus. Später (Ende 14. / 15. Jh.) wurde dem Innen- und Außenschmuck immer größere Bedeutung gegeben. Skulpturen, Krabben, Wasserspeier usw. bildeten in der Flamboyant-Gotik ein umfassendes ornamentales System, das oft als gotisches Barock charakterisiert wird. Dies ermöglichte in der Architektur den Übergang zu der Renaissance.

Zuerst im Gebiet des Loiretals, später in ganz Frankreich verbreiteten sich Nachbildungen und Nachahmungen italienischer Bauwerke, wie z.B. das Schloss von Blois. Die französischen Architekten dieser Zeit eigneten sich sehr schnell die Grundprinzipien dieses Baustils an und entwickelten auf dieser Basis eigene Werke (Schloss Fontainebleau von Gilles Le Breton oder Louvre in Paris).

Das französische Barock war nicht zuletzt eine Gegenreaktion auf die Strenge der späten Renaissance. Nach Jahrzehnten streng geometrischer Formen, ausgewogener Proportionen und antiker Ordnungen stürzten sich die französischen Künstler auf stark ausladende und schwülstige Formen, wo das Schöne mit dem Geschmacklosen Seite an Seite stand.

Am Ende des 18. Jahrhunderts zeigten sich mit der Französischen Revolution tiefe Veränderungen im Leben Frankreichs. Im Kampf gegen die Religion wurden Hunderte von Sakralbauten zerstört, u.a. die größte Kirche Frankreichs - die Abteikirche von Cluny. Die neue Architektur (Place Concorde in Paris, Petit-Trianon in Versailles u.a.) bemühte sich um mehr Klarheit, Monumentalität und Harmonie. Der damals herrschende Klassizismus dauerte nicht lange. Am Anfang des 19. Jahrhunderts setzte sich der Historismus durch (Basilika Sacré-Coeur und Opéra Garnier in Paris). Dieser Stil nahm Bezug auf die Architektur der Vergangenheit unter Verwendung moderner Bautechniken.

Neue Bauverfahren und neue Materialien (Eisen, Glas, Beton) spielen eine immer wichtigere Rolle in der Architektur der Moderne. Der Tour Eiffel, das Centre G. Pompidou, die Pyramiden des Louvre, La Défense bei Paris und das Europaparlament in Straßburg zeigen diese Entwicklung auf.

 

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