Dichtung der Renaissance

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts überwogen die mittelalterlichen Traditionen in der Dichtkunst der Renaissance. Unter dem Einfluss der antiken Literatur und den italienischen Dichtern Dante und Petrarca erweiterte sich das Spektrum der französischen Dichtung schnell. Neben den traditionellen Versformen wie Ballade und Rondeau erschienen einige antike Formen wie Elegie und Epistel oder das aus Italien stammende Sonett. Entscheidend war jedoch der veränderte Charakter der Dichtung. In den Werken von Clément Marot, Maurice Scève und Louise Labé dominierte nicht die abstrakte Betrachtungsweise, sondern eine gefühlsbetonte und persönlich-lyrische Darstellung.

Ein entscheidender Schritt in der Entwicklung der Dichtkunst gelang einer Gruppe junger Autoren um Pierre de Ronsard und Joachim Du Bellay. Die Gruppe nannte sich zuerst die Brigade. Seit 1556 wechselten sie den Namen, in Anlehnung an die Vereinigung der antiken Dichter aus dem griechischen Alexandria, in La Pléiade. Wenn Du Bellay mit seinem Werk La Deffence et Illustration de la langue françoise für die theoretischen Grundlagen der Gruppe sorgte, war Ronsard auf Grund seines großen dichterischen Talentes unbestrittener Führer der Pléiade, um den sich weitere Dichter gruppierten: Daurat, Baïf, Remi Belleau, Pontus de Thyard und Jodelle. Die Pléiade war der Gegenpol zu Clément Marot mit seinen Anhängern und befürwortete die Dichtung nach Vorbildern der antiken Kunst unter Verwendung der modernen französischen Sprache.

Selbst nach dem Tod von Pierre de Ronsard spürte man die wirkenden Kräfte der Pléiade in der französischen Dichtung. Bei den Dichtern der neuen Generation (Du Bartas, Desportes, D'Aubigné) blieb das Sonett die beliebteste Form der Dichtkunst und der Alexandriner das gängige Versmaß.

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