Jakobswege

Pilgerstraßen nach Santiago de Compostela.

Mit dem Namen Jakobswege (Chemins de Saint-Jacques) bezeichnet man die Routen, die die Pilger zu dem angeblichen Grab von Jakobus (einem der 12 Jünger Jesu) nahmen. Dieses Grab wurde nach der Vision eines Hirten im Jahre 818 im Nordwesten Spaniens entdeckt.
Für die Pilger gab es in Frankreich 4 solche Routen:

Via Touronensis: Saint-Denis - Paris - Orléans - Tours - Poitiers - Saintes - Bordeaux - Dax - Sauveterre-de-Béarn
Via Lemovicensis: Vézelay - Nevers - Limoges - Périgueux - Bazas - Saint-Sever - Sauveterre-de-Béarn
Via Podensis: Le Puy-en-Velay - Conques - Cahors - Moissac - Pau - Sauveterre-de-Béarn
Via Tolosana: Arles - Saint-Guilhem-le-Désert - Toulouse - Lescar - Oloron-Sainte-Marie

Besonders nach der aktiven Teilnahme der Abtei von Cluny wurde die Pilgerfahrt nach Spanien zu einer Massenbewegung, die ihren Höhepunkt im 12. Jahrhundert erreichte. Die persönlichen Gründe für diese Wallfahrt waren sehr unterschiedlich:

  • zum Ersten gab es überzeugte Gläubige, die mit der Berührung der Reliquien ein besonderes Erlebnis verbanden;
  • zum Zweiten wurden mehrere Pilger von der Kirche zu einer Wallfahrt "bewegt", um ihre Sünden zu bereinigen;
  • außerdem nutzten viele die gut organisierten Pilgerwege mit Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten um den Sorgen in der Heimat zu entgehen.

Die Organisation der Wallfaht übernahmen die Kloster.
 
Um den Pilgern den langen Weg zu ermöglichen, wurden entlang dieser Routen zahlreiche Kirchen erbaut. Sie zählen laut UNESCO, als bedeutende Denkmäler der Romanik, zum Weltkulturerbe der Menschheit.

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