Saint-Savin-sur-Gartempe

Die Abtei Saint-Savin-sur-Gartempe befindet sich in dem kleinen Städtchen Saint-Savin. Sie wurde im 8. Jahrhundert auf Wunsch Karls des Großen an der Stelle gebaut wurde, an der die Märtyrer Savin und Cyprien im 5. Jahrhundert starben. Im ersten Viertel des 9. Jahrhunderts begab sich der berühmte Klostergründer Benedikt von Aniane nach Saint-Savin und organisierte das Klosterleben nach den Regeln des Heiligen Benedikt von Nursia um. Der französische König Ludwig der Fromme nahm Einfluss auf die ihm freundlich gesonnene Abtei und unterstützte ihre Expansion durch Neugründungen von Tochterklöstern in anderen Regionen des Landes.
 
Im 11. Jahrhundert nahmen die Grafen von Poitiers die Abtei in ihre Obhut, die Dank großzügiger Spenden eine neue Abteikirche errichteten, die trotz der Religionskriege und Zerstörungen während der Französischen Revolution bis heute überdauerte. Sie stellt eine Hallenkirche mit einem kreuzförmigen Grundriss von 76 Meter auf 31 Meter dar. Über der Vierung befindet sich ein quadratischer Turm, dessen Fenster den Chor leicht erhellen. Zusätzlich wird der Chorraum, untypisch für das Poitou, durch eine Fensterreihe beleuchtet. Über der Westfassade erhebt sich auch ein quadratischer Turm, der jedoch im 14. Jahrhundert mit einer 78 hohen gotischen Turmspitze versehen wurde.
 
Am eindrucksvollsten in der Abtei Saint-Savin-sur-Gartempe sind ohne Zweifell die Wandmalereien, die sich über 400 Quadratmeter erstrecken. Sie entstanden im 11. bis 12. Jahrhundert und sind bis heute überraschend gut erhalten geblieben. Die Decken im Eingangsbereich zeigen Szenen aus der Apokalypse. Es folgen auf der Empore die Passion Christi und seine Auferstehung. Das Hauptschiff ist mit Malereien aus dem Alten Testament geschmückt, die in vier langen Streifen angeordnet sind und überwiegend eine zusammenhängende Thematik aufweisen: die Schöpfungsgeschichte, Kain und Abel, die Arche Noah u.a.
 
Auf Grund dieser einzigartigen Wandmalereien wird die Abteikirche Saint-Savin-sur-Gartempe auch als "Sixtinische Kapelle der Romanik" bezeichnet und wurde im Jahre 1983 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Foto: Comité Régional du Tourisme Poitou-Charentes

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