Erste Republik

Die Nationalversammlung wurde am 22. September 1792 durch einen Nationalkonvent ersetzt, der nicht nur die Monarchie abschaffte, sondern auch den König und seine Familie zum Tode verurteilte. Am 21. Januar 1793 fand die öffentliche Hinrichtung mit der Guillotine auf dem heutigen Place de la Concorde statt.

Dies löste Entsetzen in Europa aus und viele Länder schlossen sich Österreich und Preußen im Krieg gegen Frankreich an. Frankreich selbst wurde von zahlreichen monarchistischen Aufständen heimgesucht. Der größte Aufstand betraf ganz Westfrankreich und wurde als Vendée-Aufstand bezeichnet.

Der radikale Teil des Nationalkonvents, die sogenannte Bergpartei mit Maximilien Robespierre und Jean-Paul Marat, nutzte diese Situation, um gegen die gemäßigten Girondisten mit Georges Danton einen Ausnahmezustand durchzusetzen. Am 10. März 1793 wurde ein Revolutionstribunal als höchste Gerichtsinstanz und am 6. April 1793 ein Wohlfahrtsausschuss als Exekutivorgan des Konvents eingerichtet. Beide Instanzen wurden zu Hauptorganen für die Durchsetzung der Terrorherrschaft des radikalen Flügels. Die politischen Gegner wurden die ersten Opfer des Terrors. Am 2. Juni 1793 wurden 29 Gironde-Führer verhaftet und die Bergpartei nahm die führende Rolle in der Politik ein. Seitdem Robespierre den Vorsitz im Wohlfahrtsausschuss übernommen hatte, verbreitete sich die Terrorherrschaft in ganz Frankreich. Die Mitglieder des Wohlfahrtsausschusses und die in die Provinzen entsandten Kommissare verfügten über uneingeschränkte Vollmachten. Nach dem Gesetz von 5. September 1793 konnten sie Verdächtige nur auf Grund vager Indizien verurteilen und exekutieren. Innerhalb eines Jahres wurden Tausende Todesurteile vollstreckt.

Selbst die Revolutionsführer entgingen dem Terror nicht. Am 30. März 1794 wurde Danton mit seinen Anhängern verhaftet und 5 Tage später guillotiniert. Maximilien Robespierre übernahm die absolute Macht. Er entließ ein neues Terrorgesetz, das eine Verurteilung von Regierungsmitgliedern ohne Rechtsbeistand erlaubte. Am 27. Juli 1794 wurde Robespierre selbst Opfer dieses Gesetzes. Er wurde abgesetzt und am nächsten Tag hingerichtet. Nach dem Sturz Robespierres bekamen die gemäßigten Kräfte die Mehrheit im Konvent, der am 22. August 1795 eine neue Verfassung verabschiedete. Nach dieser Verfassung wurde das Parlament in zwei Kammern aufgeteilt, das das höchste Exekutivorgan, das Direktorium, ernannte.

Das Direktorium bestand aus fünf Direktoren mit 5-jähriger Amtszeit, wobei jährlich ein Direktor durch Los ersetzt wurde. Inzwischen konnte Frankreich mehrere Erfolge im Krieg gegen die Koalition verzeichnen. Besonders erfolgreich war der Kommandant der Italienarmee, Napoleon Bonaparte. Dieser zwang Österreich zum Friedensvertrag von Campo Formio, nach dem Frankreich Belgien, die Lombardei und das Rheinufer erhielt. In Italien errichtete Napoleon mehrere Satellitenstaaten, die nach republikanischen Idealen organisiert wurden. Napoleon wurde in Frankreich als Sieger gefeiert. Selbst seine Misserfolge in Ägypten konnten seinem Image als populärster General der Republik nichts anhaben.

Am 9. November 1799 organisierte Bonaparte zusammen mit Sieyès und Fouché einen Staatsstreich, der das Direktorium durch ein Konsulat mit drei Konsuln ersetzte. Napoleon setzte sich an die Spitze des Triumvirats und erklärte die Revolution als beendet.

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