Nancy, 54000

Präfektur des Departements Meurthe-et-Moselle (54).

Region: Grand Est
Departement: Meurthe-et-Moselle (54)
PLZ: 54000
Einwohner: 105 421 Einw.
Fläche: 1 501 ha

Die zweitgrößte Stadt Lothringens entstand im 11. Jahrhundert aus der Festung Castrum Nanceium, die von Gerhard, dem Herzog von Lothringen erbaut wurde. Seit dieser Zeit erfüllte Nancy die Rolle der Hauptstadt des Herzogtums Lothringen. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 15. Jahrhundert, als René II. von Lothringen die Befestigungsanlagen der Stadt modernisierte (Porte de la Craffe) und einen neuen Palast erbaute, der nach dem Vorbild des Schlosses von Blois Spätgotik- und Renaissanceelemente vereinte. Heute befindet sich im Herzogspalast das lothringische historische Museum. Weitere Sehenswürdigkeiten der Altstadt sind die Eglise des Cordeliers, Platz Saint-Epvre und das Hôtel d'Haussonville.
 
Im 16. Jahrhundert initiierte Karl III. von Lothringen die weitere Stadtentwicklung außerhalb der Stadtmauern. Bis zum 18. Jahrhundert entstand hier eine quasi neue Stadt mit eigenen Befestigungsanlagen, Gotteshäusern (Kathedrale von Nancy, Kirchen Saint-Sébastien und Notre-Dame de Bonsecours) und Marktplätzen. Als der Schwiegervater von Ludwig XV., der polnische König Stanislas Leszczynski, nach seiner Abdankung nach Nancy kam, erlebte die Stadt ihre zweite Blütezeit. Er beauftragte ein Künstlerteam mit dem Architekten Emmanuel Héré, dem Kunstschmied Lamour und den Bildhauern Guibal und Cyfflé die Alt- und Neustadt zu verbinden. Daraus entstand in den Jahren 1752 bis 1756 eines der schönsten architektonischen Ensembles Frankreichs. Das Herzstück dieses Ensembles ist der großangelegte Platz Stanislas mit einem Triumphbogen und dem Neptun-Springbrunnen. Der Platz Stanislas mit den naheliegenden Plätzen Place d’Alliance und Place de la Carrière wurde im Jahre 1983 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Bestechend ist die gelungene Integration bestehender Barock- und Rokokogebäude in ein neues Projekt, das den Gesetzen des französischen Klassizismus folgte.
 
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gilt Nancy als ein wichtiges Zentrum des Jugendstils in Frankreich. 1901 erfolgte die offizielle Gründung der Schule von Nancy, die einen Zusammenschluss der führenden Jugendstilkünstler Frankreichs darstellte. In der Stadt sind mehrere Bauwerke dieser Stilrichtung zu besichtigen, wie zum Beispiel die Villa Majorelle oder das Haus Chardot. Zahlreiche Werke dieser Schule sind im Museum der Schule von Nancy zu besichtigen.

Veranstaltungen: Nancy Jazz Pulsations

Zum Arrondissement von Nancy zählen noch die Kantone: Dieulouard, Haroué, Jarville-la-Malgrange, Laxou, Malzéville, Neuves-Maisons, Nomeny, Pompey, Pont-à-Mousson, Saint-Max, Saint-Nicolas-de-Port, Seichamps, Tomblaine, Vandoeuvre-lès-Nancy, Vézelise.

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