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Französisch

1. Übersicht


Französisch lernen  - weil Französisch Weltsprache ist
Die französische Sprache wird insgesamt von 280 Millionen Menschen weltweit gesprochen, 77 Millionen davon nennen Französisch ihre Muttersprache. Auf dem europäischen Kontinent wird Französisch natürlich in Frankreich gesprochen, aber auch in weiten Teilen Belgiens, sowie in Luxemburg, der Schweiz (vor allem im Westen) und in Italien ( Aostatal).  Innerhalb der EU beherrschen rund 11% der Bevölkerung Französisch als Fremdsprache – das heißt, dass sich Französisch gleich hinter Englisch und Deutsch bei den EuropäerInnen großer Beliebtheit erfreut. Viele SchülerInnen entscheiden sich für das Erlernen der französischen Sprache, Sprachreisen nach Frankreich boomen.
Gerade für die Europäische Union ist die französische Sprache von großer Wichtigkeit. Zum einen ist Frankreich Gründungsmitglied der EU, zum anderen befinden sich viele europäische Institutionen in Städten wie Brüssel oder Luxemburg, in denen Französisch gesprochen wird. Zum Französisch lernen muss man also nicht unbedingt nach Frankreich, auch in anderen Teilen Europas ist Französisch Amtssprache.

Ursprung des Französischen
Wie alle romanischen Sprachen liegen die Wurzeln des Französischen im Lateinischen. Bis hinauf ins Mittelalter existierten die lateinische und die französische Sprache nebeneinander. Latein wurde dabei vor allem im kirchlichen Bereich, sowie von Gelehrten und Politikern forciert, während Französisch die Sprache des Volkes war. Dabei ist es schwierig von „der“ französischen Sprache zu sprechen, weil diese aus vielen verschiedenen Dialekten bestand, die sich teilweise auch sehr stark voneinander unterschieden. Prinzipiell ist die Einteilung in die Dialekte des Nordens – langue d’oil – und jene des Südens – langue d’oc – eine sinnvolle.

Französisch außerhalb Europas
Französisch wird aber nicht nur in Europa gesprochen, sondern weltweit. Frankreich hatte viele Kolonien beispielsweise in Afrika, Asien oder Nordamerika. Die französische Sprache ist in vielen ehemaligen Kolonien bis heute noch Amtssprache. In Algerien, Tunesien und Marokko beispielsweise findet der Unterricht auf Französisch statt und auch die mediale Präsenz des Französischen ist in den Ländern des Maghreb sehr hoch. In der größten kanadischen Provinz, in Quebec, wird Französisch als Muttersprache gesprochen. Die Varietät des Französischen, die in Quebec gesprochen wird, unterscheidet sich in Grammatik, Vokabular sowie Aussprache kaum vom in Europa gesprochenen Französisch. Überhaupt stellt Kanada eine bedeutende Sprachinsel des Französischen dar. Neben Englisch ist Französisch gleichberechtigte Amtssprache – so ist es in der kanadischen Verfassung festgelegt.

Sprache und Dialekt
Die sprachliche Zweiteilung in Nord und Süd gilt nicht nur für die französische Sprache des Mittelalters, sondern ist heute noch genauso gültig wie damals. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen den galloromanischen Sprachen – langues d’oil (im Norden Frankreichs) und langues d’oc (im Süden Frankreichs) – sowie dem Franko-Provenzalischen. Den langues d’oil und den langues d’oc werden jeweils mehrere Dialekte, sogenannte Patois zugeordnet. Das Französische, wie wir es kennen, wird dabei den langues d’oil zugeordnet Auch das Franko-Provenzalische ist eine Varietät des Französischen, im Gegensatz zu den galloromanischen Sprachen hat das Franko-Provenzalische allerdings keine Hochsprache entwickelt.

Académie française
Wie stolz die Franzosen auf ihre Sprache sind, sieht man an der Einrichtung der Académie française. Diese sitzt in Paris und ist mit der Pflege und Vereinheitlichung der französischen Sprache befasst. Die Académie française wurde 1635 von Ludwig dem XIII. ins Leben gerufen. Die Idee zum Institut zur Sprachpflege stammte von Kardinal Richelieu. Auch heute noch befassen sich die « 40 Sprachritter », die Mitgieder der Akademie, eingehend mit der französischen Sprache, welche sie vor allem vor dem übermächtigen Einfluss des Englischen schützen wollen. Sie begeben sich auf die Suche nach französischen Übersetzungen für Anglizismen, die sich in die Sprache einschleichen. Im Gegensatz zu so mancher Akademie in Deutschland hat das Wort der Académie française großen Einfluss. Die 40 Mitglieder der Akademie, die aus den Bereichen Literatur, Kunst, Theater ect. stammen sind jeweils auf Lebzeit gewählt und nehmen ihre Aufgabe sehr ernst.



Publiziert am: 2004-01-19 (80044 mal gelesen)

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