Schloss und Park von Fontainebleau

Das Schloss Fontainebleau befindet sich in der gleichnamigen Stadt am Rande eines der größten Wälder Frankreichs, der den Herrschern im Mittelalter als beliebtes Jagdgebiet diente. Die erste königliche Residenz wurde hier im 12. Jahrhundert von Ludwig VII. gebaut. Es war eine Burg, die von seinen Nachfolgern mehrmals umgebaut wurde. Ludwig IX. gründete in der Burg ein Krankenhaus und verweilte oft hier mit seiner Familie. Auch sein Enkel Philipp IV. wurde hier geboren. Ebenfalls die Könige Franz II., Heinrich III. und Ludwig XIII. hatten im Schloss ihre Geburtsstätte.
 
Im 16. Jahrhundert ließ Franz I. am Platz der mittelalterlichen Burg ein Residenzschloss errichten, das zum ersten Mal in der französischen Architektur über keine Verteidigungseinrichtungen mehr verfügte. Während der Italien-Kriege machte der französische König Bekanntschaft mit bedeutenden italienischen Künstlern der Renaissance, die er nach Fontainebleau einlud. Die bedeutendsten französischen Architekten dieser Zeit (Gilles Le Breton, Pierre Chambiges, Pierre Girard) schufen hier, in enger Zusammenarbeit mit italienischen Künstlern (Sebastiano Serlio, Le Rosso, Le Primatice, Nicolo Dell'Abate u.a.), den ersten Renaissance-Bau Frankreichs.

Die heutige Anlage besteht aus mehreren Höfen und Gärten. Besonders eindrucksvoll wirkt der repräsentative Hof des Weißen Pferdes mit seiner hufeisenförmigen Treppe, wo sich Napoleon nach seiner Abdankung von der Armee verabschiedete. Nach diesem Ereignis wird der Hof auch Cour des Adieux genannt. Vom Hof des Weißen Pferdes kann man in den Garten von Diana mit dem Springbrunnen der Jagdgöttin gelangen. Ebenfalls beeindruckend wirkt der Ovale Hof mit einem der prächtigsten Torbauten des Landes, der Porte Dauphine. In diesem Hof wurde im Jahre 1601 der zukünftige König Ludwig XIII. getauft. Der Brunnenhof wird von Gebäuden unterschiedlicher Epochen umgeben, vermittelt jedoch eine architektonische Einheit, da derselbe Stein für den Bau verwendet wurde. Der Hof öffnet sich zum Karpfenteich, umgeben vom Englischen Garten im Westen und vom Französischen Garten von Le Nôtre im Osten.
 
Nach umfangreichen Restaurierungen zeigen sich die Innenräume des Schlosses in all ihrer Pracht. Besonders sehenswert sind der Thronsaal, die Galerie Franz I., das Schlafzimmer der Kaiserin, der Ballsaal und die sogenannte Königstreppe.
 
Schloss und Park von Fontainebleau wurden im Jahre 1981 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

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