Richelieu, Armand Jean du Plessis

frz. Staatsmann, Kardinal.
 
Geburtsdatum: 9. September 1585
Geburtsort: Paris
Sterbedatum: 4. Dezember 1642
Sterbeort: Paris

Kardinal Richelieu, eigentlich Armand-Jean du Plessis, trug entscheidend zum Ausbau des Zentralismus in Frankreich bei.
 
Der Herzog von Richelieu begann seine Karriere als Bischof eines unbedeutenden Bistums in der Vendée. Dieses Amt nutzte er, um sich als Vertreter des Klerus in die Generalstände wählen zu lassen und bekam auf diese Weise Zugang zum Hof. Mit besonderem Engagement und Geschick unterstützte er die Politik der Regentin Maria von Medici, die ihm ihr Vertrauen schenkte. Gleichzeitig versuchte er, Beziehungen zum König aufzubauen und vermittelte oft in Konfliktsituationen zwischen Ludwig XIII. und seiner Mutter.

Im Jahre 1624 tritt Richelieu in den Staatsrat ein. Sehr schnell brachte er die ganze Macht im Kabinett an sich und übernahm faktisch die Leitung.

Die Politik Richelieu's war an erster Stelle auf die politische Entmachtung der Hugenotten gerichtet. Nach der Einnahme des wichtigen protestantischen Zentrums La Rochelle und dem Gnadenedikt von Alès wurde dieses weitgehend erreicht.

Zweitens schränkte er die Positionen des Adels sowohl in den Zentralinstitutionen, als auch dessen regionale Entscheidungskraft deutlich ein.

Drittens leitete Richelieu die Zentralisierung der Kulturpolitik in Frankreich ein. Mit der Gründung der Académie française sollte auch Sprache und Literatur in den Dienst der königlichen Macht gestellt werden.
 
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