Ludwig XIV.

frz. König (1643 - 1715) aus dem Geschlecht der Bourbonen.

Ludwig XIV. wurde am 5. September 1638 geboren. Im Jahre 1643 starb sein Vater Ludwig XIII. und das 4-jährige Kind wurde zum König. Seine Mutter Anna von Österreich führte die Regentschaft, unterstützt durch den Premierminister ihres verstorbenen Mannes - Kardinal Mazarin.
 
Mehrmals versuchte die Opposition die Situation zu nutzen, um an die Macht zu kommen. Besonders bedrohlich für den König wurde der Aufstand des Prinzen von Condé und seines Bruders zwischen 1648-1653, der als die Fronde bekannt ist. Selbst in Paris war Ludwig XIV. während dieser Zeit nicht mehr sicher und deshalb verließ er die Hauptstadt. Nach diesem Zwischenfall kehrte er nur ungern nach Paris zurück. Um möglichst wenig Zeit in der Hauptstadt verbringen zu müssen, ließ er für seinen Hof in Versailles ein Schloss errichten. Nach dem Tod von Kardinal Mazarin erklärte der 22-jährige König Ludwig XIV., dass er selbst sein eigener Minister werde und übernahm die absolute Macht im Land. Er beschränkte das Parlament und den Adel in ihren politischen Kompetenzen, verstärkte gleichzeitig die königliche Verwaltung und Armee. Der ehemalige Intendant von Mazarin Jean Baptiste Colbert wurde mit der Wirtschaft und den Finanzen betraut. Er führte wichtige Reformen im Land durch, die als erstes Beispiel staatlicher Intervention in die Wirtschaft gelten.
 
Sein anderer Minister Marquis de Louvois beschäftigte sich mit der Neuorganisation der Armee. Das schnelle Bevölkerungswachstum und die steigenden Einnahmen der Regierung machten es möglich, ein Heer mit zunächst 45.000 und später mit 480.000 Mann aufzustellen. Diese Armee war nötig, um die außenpolitischen Ambitionen des Königs zu befriedigen. In der Regierungszeit Ludwigs XIV. beteiligte sich Frankreich an mehreren Kriegen:

  •     Devolutionskrieg gegen Spanien (1667-1668)
  •     Krieg gegen Holland (1672-1678)
  •     Krieg gegen die Liga von Augsburg (1689)
  •     Spanischer Erbfolgekrieg (1702-1713).

In Folge dieser Kriege wurde das Territorium Frankreichs vergrößert: Roussillon, Artois, Flandern, Burgund, Franche-Comté, Elsass wurden jetzt französisch.

Auch die Künste entzogen sich nicht der Aufmerksamkeit des Königs. Von der Krone gefördert, gerieten sie nach und nach unter das Diktat des Königs und dienten der Verherrlichung der Persönlichkeit Ludwigs XIV.

Dies alles nahm sein Ende als Ludwig XIV. am 1. September 1715 starb. Nach seinem Tod änderte sich schnell das Leben am Hof und in ganz Frankreich.

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