Le Mont-Saint-Michel, 50170

Gemeinde im Nordwesten Frankreichs.

Region: Normandie
Departement: Manche (50)
Arrondissement: Avranches
Kanton: Pontorson

PLZ: 50170
Einwohner: 43 Einw.
Fläche: 397 ha

Mont-Saint-Michel ist eine Gemeinde in der Normandie im Departement Manche mit knapp über 40 Einwohnern. Sie befindet sich auf einer kleinen felsigen Insel in der gleichnamigen Bucht, die seit dem 6. Jahrhundert von frühchristlichen Einsiedlern bewohnt wurde und zu dieser Zeit noch den Namen Mont-Tombe trug. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts veranlasste Bischof Aubert von Avranches, der Legende nach auf Wunsch des Erzengels Michael, den Bau einer Kirche. Ende des 10. Jahrhunderts gründeten Benediktinermönche ein Kloster, das dank der Unterstützung der normannischen Herzöge schnell an Bedeutung gewann und sich zu einer mächtigen Abtei entwickelte. Die Abtei wurde oft belagert und zum Teil zerstört. Besonders schwere Beschädigungen erfolgten im Jahre 1204 während eines Kriegszuges von König Philipp II. August, der jedoch als Wiedergutmachung die Kosten für einen gründlichen Umbau der Abtei übernahm. Im Zuge der baulichen Veränderungen wurde das einst romanische Gebäude mit gotischen Elementen ergänzt und am Nordhang des Felsens entstand ein neuer Komplex, der auf Grund seiner Schönheit den Namen La Merveille – das Wunder bekam. Außerdem wurden die Abtei und die angrenzende Siedlung von Festungsmauern umgeben, die die Abtei während des Hundertjährigen Krieges schützte. Leider richtete die englische Artillerie schwere Zerstörungen in der Stadt an, so dass umfangreiche Renovierungen notwendig wurden.
 
Im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts wurde der Umbau der Abtei im Stil der Flamboyant-Gotik weitgehend abgeschlossen, jedoch nahm die Bedeutung des Klosters auf Grund der politischen Situation stetig ab. Die letzten Mönche verließen die Abtei im Jahre 1791, die nach der Französischen Revolution als Gefängnis bis ins Jahr 1863 genutzt wurde. Unter den Gefangenen befanden sich auch Berühmtheiten wie Armand Barbès und Auguste Blanqui. Victor Hugo setzte sich für die Erhaltung der Abtei als nationales Kulturgut ein und bekam unerwartet Unterstützung von seinem politischen Gegner Napoleon III., der die Abtei zum historischen Denkmal erklärte und eine umfangreiche Restaurierung veranlasste. Um den Besuch der Insel zu vereinfachen, wurde vom Festland ein Damm errichtet, der jedoch zur Versandung der Bucht führte. In Kürze soll eine Brücke entstehen, die das Wasser frei zirkulieren lässt. Seit 1966 leben wieder Ordensleute im ehemaligen Abtgebäude der Klosteranlage.
 
Heute ist der Mont-Saint-Michel nach Paris das am häufigsten besuchte Touristenziel. Der Besuch der Insel beginnt am südlichen Eingang, der von zwei Türmen (Königs- und Arkadenturm) flankiert wird. Eine einzige Straße - die Grande-Rue - führt spiralförmig vorbei an der Kirche St. Pierre direkt zum Kloster auf der Spitze des Felsens. Sehenswert ist das Refektorium, der Rittersaal, die Abteikirche, sowie der klosterkomplex La Merveille mit einem wunderschönen Kreuzgang im englischen Stil.
 
Mont-Saint-Michel und seine Bucht wurden im Jahre 1979 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

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