Chlodwig I.

(frz. Clovis)
Geburtsdatum: ca. 466
Sterbedatum: 27. November 511
Sterbeort: Paris
Regierungszeit: 481 - 511

Chlodwig I. war ein König der Franken aus dem Geschlecht der Merowinger und gilt als Begründer des Frankenreiches.

Chlodwig folgte im Jahre 481/482 seinem Vater Childerich I. als König der Franken auf den Thron. Zunächst herrschte er über Gebiete im heutigen Nordfrankreich, Nordbelgien und den südlichen Niederlanden mit Hauptstadt Tournai (Belgien), wollte jedoch die Schwächung der römischen Macht in Gallien nutzen und griff nach kurzer Vorbereitung die Armee des letzten römischen Heerführers Dux Syagrius an. Die entscheidende Schlacht fand 486 bei Soissons statt, in der der 19 Jahre alte Chlodwig einen überzeugenden Sieg erlangte und infolgedessen die Gebiete um Paris annektierte.

Um 500 wurden dann die Alemannen unterworfen. Die Westgoten wurden im Jahre 507 in der Schlacht von Vouillé mit Hilfe der Burgunder besiegt, bis schließlich auch die Burgunder im Jahre 532 bei Autun eine Niederlage erlitten. Auf diese Weise beherrschten die Franken ein riesiges Gebiet vom Rhein bis zu den Pyrenäen.

Während seinen Eroberungszügen verlor Chlodwig die politische Ebene nicht aus den Augen. Im Jahre 498 trat er unter dem Einfluss seiner Frau Chlothilde von Burgund zum römisch-katholischen Christentum über und wurde zusammen mit 3000 Mitstreitern in der Kathedrale von Reims von Bischof Remigius getauft. Der Legende nach versprach er mitten in einer scheinbar verlorenen Schlacht gegen die Alemannen die christliche Religion anzunehmen, wenn Jesus Christus ihm helfen würde den Sieg zu erringen. Der Vertrag, den Chlodwig mit Vertretern der Kirche abschloss, lässt eher taktische Motive vermuten. Dies sicherte ihm auch die Unterstützung der mächtigen römisch-katholischen Kirche und der gallo-römischen Aristokratie in den von Burgundern und Westgoten besetzten Gebieten. Außerdem ließ Chlodwig die wichtigsten Gesetze in ein Buch (das sogenannte Lex Salica) niederschreiben, um ein einheitliches Recht in den besetzten Gebieten zu gewährleisten.

Nach und nach ließ Chlodwig alle potentiellen Konkurrenten (einschließlich naher Verwandter) ermorden, die ihm bei seinen Machtbestrebungen gefährlich werden konnten. Ein weiterer politischer Schachzug Chlodwigs war die Legitimierung seiner Herrschaft durch den oströmischen Kaiser. Im Jahre 508 bekam er die Insignien eines römischen Konsuls und zog in die neue Hauptstadt Paris ein.

Bald darauf starb Chlodwig und wurde in der Apostelkirche in Paris, der späteren Kirche Sainte-Geneviève begraben.

Chlodwig war zwei Mal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit einer Adligen der rheinischen Franken stammte Theuderich I. Aus seiner zweiten Ehe mit Chlothilde von Burgund hatte Chlodwig 5 weitere Kinder: Der erste Sohn Ingomer erkrankte nach der Taufe und starb bald darauf. Seine anderen Söhne Childebert I., Chlodomer und Chlothar I. teilten nach dem Tod ihres Vaters das Königreich unter sich auf. Ihre Tochter Clothilde wurde durch Heirat mit dem König der Westgoten Amalrich ebenfalls Königin.

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