Bourget, Paul

Geburtsdatum: 2. September 1852
Geburtsort: Amiens
Sterbedatum: 25. Dezember 1935
Sterbeort: Paris

Dieser zeitweilig vielgelesene und als Meister des psychologischen Romans erachtete Autor wächst auf in seiner Geburtsstadt Amiens und geht dann zum Studieren nach Paris. Hier erlebt er 1870 den Aufstand der Pariser Kommune, der ihn nach anfänglichen Sympathien für die Revolutionäre in seiner konservativen Einstellung bestärkte.

In den 1870er Jahren macht er sich einen gewissen Namen als Lyriker; ab den Achtzigern ist er vor allem Romancier und Essayist, spezialisiert auf ein konservatives, d.h. katholisches, monarchistisches, nationalistisches, bürgerliches und vor allem auch weibliches Publikum, bei dem er mit seiner beachtlichen Produktion bis hin zum Ersten Weltkrieg höchst erfolgreich ist. Sein bekanntestes Werk ist Le Disciple (=der Schüler/Jünger, 1889), ein bewusst anti-naturalistischer psychologischer Roman, dessen Handlung sich um den Selbstmord einer jungen Frau rankt und im mondänen Pariser Milieu angesiedelt ist.

1894 wird Bourget mit der Aufnahme in die Académie française belohnt. 1898, zur Zeit der Dreyfus-Affäre, ist er selbstverständlich konservativer Anti-Dreyfusard. 1901 wird er fromm.

Nachdem die Welt, über die und für die er schrieb, im Ersten Weltkrieg weitgehend untergegangen war, gerät Bourget, obwohl immer noch fleißig produzierend, schon zu Lebzeiten in Vergessenheit.

nach: Prof. Gert Pinkernell,
Französische Literatur
 
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