Aragon, Louis

frz. Dichter und Schriftsteller

Geburtsdatum: 3. Oktober 1897
Geburtsort: Paris
Sterbedatum: 24. Dezember 1982
Sterbeort: Paris
 
Er zählt als Lyriker, Romancier, Journalist und Historiker zu den fruchtbarsten und sicher auch bedeutendsten franz. Autoren des 20. Jh., gilt jedoch vielen nicht-linken Lesern und Kritikern als suspekt wegen seiner Rolle als unerschütterlicher Kommunist, der nicht nur, wie so viele Intellektuelle seiner Generation, Sympathisant, sondern auch Mitglied und zeitweilig sogar hoher Funktionär des PC war. Er ist geboren in Paris als uneheliches Kind, das von seinem Vater, einem älteren hohen Beamten, unter dem falschen Namen Aragon legitimiert wird. Nachdem seine junge Mutter ihn schamhaft zunächst bei einer Amme geparkt hat, wird er zum spätgeborenen Nachkömmling seiner Großmutter erklärt und wächst auf in deren Familienbetrieb, einer Fremden-Pension. Schon mit 7 beginnt er "Romane" zu schreiben, die ein Bruder seiner Mutter, der eine kleine literarische Zeitschrift herausgibt, teilweise abdruckt. Nach dem "bac" beginnt Aragon 1916 ein Medizinstudium und erhält 1917 eine Ausbildung als Militärarzt, wobei er als Kameraden die späteren Autoren und Weggefährten André Breton und Philippe Soupault kennenlernt. 1918 wird er noch an die Front geschickt und erhält eine Tapferkeitsmedaille. Nach Kriegsende ist er 1918/19 bei den franz. Truppen, die das Saarland und das linke Rheinufer besetzen. Hier schreibt er Gedichte und beginnt er seinen ersten längeren Roman, Anicet (gedruckt 1921). Im Sommer 1919 wird er demobilisiert, nachdem er noch in Saarbrücken einen weiteren Roman angefangen hat (Les aventures de Télémaque, 1922). Zurück in Paris, gründet er mit Breton und Soupault die Zeitschrift Littérature. 1920 bereist er, nun als Zivilist, Belgien und Deutschland. Hiernach stößt er zum Kreis der "Dadaisten", die sich um den soeben aus Zürich nach Paris gekommenen Rumänen Tristan Tzara (eigtl. Samy Rosenstock) scharen. 1921 denkt er erstmals an einen Eintritt in die soeben (Weihnachten 1920) durch Abspaltung von den Sozialisten entstandene Kommunistische Partei (was er aber erst 1927 verwirklichen wird).
 
Lyrik:
Le Crève-Coeur, 1941
Les Yeux d'Elsa, 1942

Romane:
Les Beaux Quartiers, 1936
Les Communistes, 1951
La Semaine sainte, 1958
 
nach: Prof. Gert Pinkernell,
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