Willkommen bei der Frankreich-Experte

Home Fotogalerie Frankreich-Forum Linksammlung Suche

Themen

. Geschichte
. Regioführer
. Geographie
. Kultur
. Gesellschaft
. Lifestyle
. Politik
. Wirtschaft
. Sprache

. Frankreich-ABC
. Inhalt


Reisen

. Hotels
. Ferienhäuser
. Campingplätze
. Mietwagen
. Hausboote
. Flüge


Literatur des 19. Jahrhunderts

Paul Verlaine

    .
    .
    Geburtsdatum 1844
    Sterbedatum 1896
    Paul Verlaine ist Offizierssohn und wächst auf in Metz und Paris. Seine Jurastudien bricht er ab und arbeitet bei der Pariser Stadtverwaltung, gewissermaßen als dichtender Angestellter. Er verfällt früh dem Alkohol und neigt zu agressiven Ausfällen, z.B. gegen seine Mutter und seine Frau.

    Seine erste Gedichtsammlung, Poèmes saturniens (1866), ist beeinflusst von Baudelaires Fleurs du Mal, doch sind Verlaines Gedichte elegischer, melodischer, weicher. In der Sammlung Fêtes galantes (1869) versucht er die wehmütig-heitere Stimmung der Bilder Antoine Watteaus (1684-1721) lyrisch wiederzugeben. 1870 spiegelt die Sammlung La bonne chanson das kurze Glück seiner Ehe und vorübergehenden Abstinenz. 1871 schließt er sich den marxistisch inspirierten Revolutionären der Pariser Commune an, weshalb er nach der blutigen Niederschlagung dieses ersten kommunistischen Experiments in der Geschichte Europas seinen Posten bei der Stadtverwaltung verliert. 1871-73 hat er ein leidenschaftliches Verhältnis mit dem zehn Jahre jüngeren Lyriker Arthur Rimbaud, den er zu sich nach Paris eingeladen hatte und mit dem er dann, nachdem ihn seine Frau empört verlassen hat, durch Frankreich, England und Belgien vagabundiert, bis er ihn in Brüssel betrunken durch Revolverschüsse verletzt.

    Im Gefängnis (1873/75) wird Verlaine fromm und schreibt entsprechende Gedichte, die er in dem Sammelband Sagesse publiziert. Danach versucht er sich als Lehrer, wird aber wegen homosexueller Beziehungen zu einem Schüler entlassen. Er lebt nun schlecht und recht bei seiner Mutter (die er schlägt), trinkt, ist viel krank und verelendet, auch wenn er immer wieder Phasen hat, wo er dichtet. Nachdem er lange fast erfolglos geblieben war, erlebt er schließlich doch noch seine Anerkennung als einer der ganz großen Lyriker französicher Sprache. Sein Einfluss auf die nächste Lyrikergeneration, die "Symbolisten", ist groß.

    nach: Prof. Gert Pinkernell,
    Französische Literatur
    .
    .

Anzeige

Copyright © by www.frankreich-experte.de
Impressum / Kontakt