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Les Romans de Tristan et Yseut
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Tristan-Roman. Ca. 1175 entstehen die beiden ältesten der uns bekannten französischsprachigen Versionen des Tristan-Isolde-Stoffes, die aber beide nur fragmentarisch überliefert sind. Es ist der Versroman des Spielmanns Béroul, von dem das Mittelstück erhalten ist (Tristan und Isolde leben allein in einer Laubhütte im Wald, verbannt vom Hof des Königs Marke, Tristans Onkels bzw. Isoldes Ehemanns), sowie der Versroman des anglo-normannischen höfischen Autors Thomas, von dem der Schlussteil erhalten ist (Tristans Ehe mit der nur als Ersatz betrachteten namensgleichen Isolde Weißhand und sein trauriges Ende). In Deutschland wird Gottfried von Straßburg ca. 12001210 den Stoff bearbeiten, und zwar überwiegend auf Thomas fußend, dessen verlorene Teile sich so zum Teil rekonstruieren lassen. |
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Der Tristan-Isolde-Stoff stammt übrigens nicht, wie man als Deutscher und Wagner-Adept vielleicht glauben möchte, aus dem germanischen Sagenschatz, sondern gehört zu den bretonisch-keltischen Sagenstoffen, der sog. matière de Bretagne, aus der in den nächsten Jahrzehnten viele Stoffe und Motive in die französische Literatur einfließen werden, insbes. bei Chrétien de Troyes. Im 13. Jh. wurde der Tristan (wie so viele Versromane des 12. Jh.) in Prosafassungen umgeschrieben.
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