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Le Roman de Thèbes / Thebenroman (ca. 1150). Ein von einem unbekannten Autor, verfasster Versroman, der die Thebaides (ein Epos um das tragische Schicksal der Familie Ödipus') des antiken lateinischen Autors Statius zu einem Liebes- und Heldenroman für das höfische Publikum der Zeit umarbeitet. Er ist das erste Beispiel der anschließend bis ca. 1180 florierenden Gattung der sog. antikisierenden Romane, d.h. meist längerer erzählender Texte, die überwiegend in paarweise reimenden Achtsilblern Stoffe aus der antiken lateinischen Literatur aufnahmen und modernisierten, ohne so etwas wie ein historisches Kolorit anzustreben. |
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Weitere Werke dieser Gattung sind der Roman d'Énéas (Äneasroman, ca. 1160), verfasst nach Vergils Rom-Gründungsepos, der Æneis, der Roman de Troie (Trojaroman, ca. 1165), der die Eroberung Trojas durch die Griechen darstellt, oder der Roman d'Alexandre (Alexanderroman, ca. 1180), der die Heldentaten des Eroberers Alexander des Großen schildert und dessen zahlreiche Versionen überwiegend den paarweise reimenden Zwölfsilbler als Versmaß benutzen, den deshalb in Frankreich seitdem so genannten "Alexandriner".
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