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Rutebeuf (Schaffenszeit ca. 12501285). Dieser erste bedeutende Pariser Autor ist als Person fast unbekannt. Er schreibt in vielen Genera:
- Gesellschaftssatire (Le Diz de l'erberie),
- Mirakelspiel (Le Miracle de Theophile),
- satirische und polemische Lyrik, mit der er z.B. einzugreifen versucht in Machtkämpfe innerhalb der Sorbonne und zwischen den jungen Bettelorden und der Weltgeistlichkeit.
Zur Zeit Rutebeufs ist Paris zum unbestrittenen Machtzentrum Frankreichs aufgestiegen dank der lange und erfolgreich regierenden Könige Philippe II August und Louis IX. Paris entwickelt sich im Lauf des 13. Jh. nicht nur zur eindeutig größten Stadt im Königreich, sondern wird, nicht zuletzt dank der Universität, auch zum intellektuellen und kulturellen Zentrum, das alle bisherigen anderen Zentren zweitrangig werden lässt.
Hieraus erklärt sich auch der im 13. Jh. einsetzende Siegeszug des Dialekts der Île-de-France, des Franzischen, das allmählich zur Hochsprache wird und die bisher mit ihm als Literatursprachen rivalisierenden Dialekte bzw. Sprachen verdrängt, d.h. das Anglo-Normannische (das ohnehin langsam mit dem Angelsächsischen zum Englischen verschmilzt), das Normannische, das Champagnische, das Pikardische sowie das Okzitanische.
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