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Literatur des 20. Jahrhunderts

Raymond Radiguet

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    Geburtsdatum 18. Juni 1903
    Geburtsort

    Saint-Maur-des-Fossés (bei Paris)

    Sterbedatum 12. Dezember 1923
    Sterbeort

    Paris

    Raymond Radiguet bricht als Fünfzehnjähriger den Schulbesuch in seinem Heimatort Saint-Maur ab und geht ins nahe Paris, wo er u. a. Jean Cocteau kennenlernt, der ihn fördert. Nachdem er sich schon früh als Lyriker, Librettist, Dramatiker und literarischer Journalist betätigt und seine Feder geübt hat, verfasst er mit knapp 20 den künstlerisch erstaunlich reifen Roman Le Diable au corps (1923).

    Es ist die weitgehend autobiografische Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe zwischen einem 15-jährigen frühreifen Schüler (dem Ich-Erzähler) und einer 18-jährigen Soldatenbraut und dann Soldatenfrau, die sich langweilt und sich (immerhin erst nach der zwischendurch vollzogenen Hochzeit) verführen lässt, weil ihr Verlobter bzw. Mann im Krieg ist. Das Verhältnis endet mit der Heimkehr des Soldaten nach dem Kriegsende, der Roman schließt mit der Geburt eines Kindes und dem Tod der jungen Mutter. Das Buch, das erst kurz nach dem plötzlichen Tod Radiguets durch Typhus erschien, war zunächst ein Skandalerfolg, wird aber auch heute noch nachgedruckt und offenbar mit Interesse gelesen.

    Ein zweiter Roman, Le Bal du comte d'Orgel, der aus dem Nachlass publiziert wurde, erreichte nur geringe Verbreitung.

    nach: Prof. Gert Pinkernell,
    Französische Literatur
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    Werke:

    • Les Joues en feu, 1920
    • Le Diable au corps, 1923
    • Le Bal du comte d'Orgel, 1924
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