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Literatur des 19. Jahrhunderts

Charles Nodier

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    Geburtsdatum 29. April 1780
    Geburtsort

    Besançon

    Sterbedatum 27. Januar 1844
    Sterbeort

    Paris

    Charles Nodier (1780–1844). Er ist unehelicher, aber legitimierter Sohn eines unter der Revolution zum hohen Richter und zum Bürgermeister von Besançon aufgestiegenen Anwalts. Noch zur Zeit der I. Republik wird er Royalist und später Napoleon-Opponent. 1812 lässt er sich aber in Laibach (Ljubljana, heute Hauptstadt von Slowenien) zum Kaiserlichen Bibliothekar für die ephemäre französische (!) Provinz Illyrien ernennen.

    Literarisch beginnt er als Lyriker, vor allem aber als Sprachwissenschaftler und Journalist. Er wird zum Erzähler mit dem in Slowenien spielenden Räuber-Roman Jean Sbogar, der tragischen Geschichte eines sozial engagierten Banditen (1818). In den 20er und 30er Jahren verfasst er Grusel-Novellen (z.B. Trilby 1822 oder La Fée aux miettes 1832) nach englischen und deutschen Vorbildern und führt so die "schwarze Romantik" der Gespenster- und Schauergeschichten in Frankreich ein.

    Nach seiner Ernennung zum Direktor der Pariser Bibliothèque de l'Arsenal 1824 führt Nodier in seiner dortigen Dienstwohnung einen Salon, der zum wichtigsten Treffpunkt der ersten Romantikergeneration wird (deren baldigen politischen Schwenk vom Royalismus zum Liberalismus er jedoch nicht mitvollzieht).

    nach: Prof. Gert Pinkernell,
    Französische Literatur
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    Werke:
    • Smarra, 1821
    • Trilby, 1822
    • Le Bibliomane, 1831
    • La Fée aux miettes, 1832
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