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Le Roman de Renard
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Fuchsroman (ab ca. 1175). Die ersten Teile des Roman de Renard verfasste ein sonst nicht näher bekannter Pierre de Saint-Cloud; sie wurden anschließend jahrzehntelang von überwiegend anonym bleibenden Autoren erweitert, variert und umgedichtet. Protagonist dieses in paarweise reimenden Achtsilblern erzählenden Tierepos bzw. Tierschwanks ist der Fuchs, der stets nur seinen Vorteil sucht und diesen mal mehr, mal weniger abenteuerlich und erfolgreich auf Kosten anderer Tiere oder auch von Menschen erreicht. |
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Der Roman de Renard ist ursprünglich offenbar in vielem ein humoristisch-realistisches und teils parodistisches Kontrastprogramm zum sehr idealistischen Höfischen Roman à la Chrétien de Troyes. Die angesprochene Leser-/Hörerschaft war also zunächst dieselbe wie die des Höfischen Romans. Allerdings hat der Renard auch rasch beim städtisch-bürgerlichen Publikum Anklang gefunden, das sich gegen 1200 herauszubilden begann. Die Figur des verschlagenen Renard wurde durch den Roman so populär, dass sein Name (der dem deutschen Reinhard entspricht) zur Vokabel wurde, die das ursprüngliche franz. Wort für "Fuchs", goupil, verdrängt hat. Eine deutsche Nachdichtung wurde schon gegen Ende des 12. Jh. von Heinrich dem Glichesaere verfasst.
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