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Literatur des 18. Jahrhunderts

Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais

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    Geburtsdatum 24. Januar 1732
    Geburtsort

    Paris

    Sterbedatum 18. Mai 1799
    Sterbeort

    Paris

    Begraben Friedhof Père Lachaise
    Beaumarchais. Als Sohn eines Pariser Uhrmachers lernt er auch selbst dieses Handwerk und erfindet als ganz junger Mann die sog. Unruhe, die die Ganggenauigkeit von federgetriebenen Uhren enorm erhöht. Stolz zeigt er dem horlogier du roi Lepaute seine Erfindung und erlebt, wie dieser sie als seine eigene propagiert. Beaumarchais wehrt sich mit einem fulminanten offenen Brief an die Académie des Sciences und wird schlagartig so bekannt, dass er Zutritt zum Hof erhält. Hinfort führt er ein bewegtes Leben als Höfling (er ist z.B. Harfenlehrer der Töchter von Louis XV), als Salon-Animateur, Geschäftsmann, Richter für Jagddelikte, Häftling in Vincennes, Geheimagent, königlicher Gesandter, Vorsitzender des Verbandes der Theaterautoren, Millionär, Emigrant und – mehr nebenher – als Literat.

    Virtuos wie niemand vor ihm beherrscht und manipuliert er die im Entstehen begriffene Öffentlichkeit und ihre Hauptmedien Druckerpresse und Theater. So macht er z.B. 1778 mit Denkschriften (mémoires) gegen einen angeblich korrupten Pariser hohen Richter einen privaten Rechtsstreit zum Politikum und kippt ganz nebenbei eine kurz zuvor durchgeführte Justizreform.

    Heute ist Beaumarchais vor allem bekannt als Autor der Erfolgskomödien Le Barbier de Séville (1775) und La folle journée, ou le mariage de Figaro (verfasst und mehrfach überarbeitet 1775-78, uraufgeführt 1784).

    Le Mariage de Figaro ist die Geschichte eines jungen Bourgeois, der trotz aller seiner Intelligenz, Geschicklichkeit und Tüchtigkeit nur mit Mühe und Glück seinen Herrn, den eher dümmlichen, aber arroganten Grafen Almaviva, davon abhalten kann, an seiner Verlobten das "jus primae noctis" auszuüben. Das damals revoluzzerhaft wirkende und von Louis XVI nach einer Lesung spontan verbotene Stück wird nach seiner schließlichen Freigabe und Erstaufführung ein triumphaler Erfolg und bestätigt die anti-aristokratischen Ressentiments der vorrevolutionären Bourgeoisie. Dank seiner so turbulenten wie witzigen Handlung ist der Figaro noch immer eines der meistgespielten Stücke der französischen Literatur.

    nach: Prof. Gert Pinkernell,
    Französische Literatur
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    Internet:

    http://membres.lycos.fr/messiaen/figaro1.html
    http://www.encyclopedia.com/html/b/beaumarc.asp

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