Die Renaissance manifestierte sich zuerst in der französischen Architektur durch die Verwendung antiker Vorlagen in der Skulpturgestaltung der Gebäude:
Die floralen Ornamente der Kapitellen wurden mit Putten und anderen mythologischen Figuren kombiniert, die Fassaden reich mit Arabesken und Medaillons geschmückt, etc.
In der 2. Hälfte des 16. Jh.s ändert sich nicht nur der Außendekor, sondern auch die gesamte Bauweise. Die vertikale Ausrichtung der Gotik wird durch die stark ausgeprägte horizontale Betonung ersetzt. Außerdem wenden die französischen Architekten (u.a. Pierre Lescot, Jean Goujon, Philibert Delorme) konzequent den klassischen Kanon bei ihren Entwürfen an.
Im Unterschied zur Zeit des Mittelalters, als vor allem Sakralbauten entstanden, kennzeichnet die Renaissance die Errichtung einer großen Zahl von öffentlichen Gebäuden und Privathäusern.
Der Lescot-Flügel des Louvre, das Hotel Carnavalet in Paris, das Rathaus in Orléans u.a. zählen zu den Musterbeispielen der Renaissance-Architektur in Frankreich.
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