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Kunst: Malerei

Malerei im Zeitalter der Aufklärung

    Nach dem Tod Ludwigs XIV. am Anfang des 18. Jahrhunderts änderte sich das Leben am Hof und in ganz Frankreich.
    Einige Veränderungen erkennt man gut in der Malerei.

    Der König war nicht mehr der alleinige Auftraggeber von Kunstwerken. Die privaten Sammlungen in Paris aber auch in der Provinz spielten in der Kunst eine immer wichtigere Rolle. Die Bilder im pompösen Stil aus der Zeit Ludwigs XIV. passten schlecht in die private Sammlungen. Die Nachfrage nach Kunstwerken, die man in den privaten Interieurs plazieren konnte, wurde daher immer größer. Die Stilrichtung Rokoko wurde aus diesen Bedürfnissen geboren. Die bedeutendsten Vertreter dieser Richtung in Frankreich waren Antoine Watteau und seine Schüler (François Boucher, Jean-Onoré Fragonar…)

    In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verlor das Rokoko seine Bedeutung. Eine besondere Rolle spielte dabei die Genre- und Sittenmalerei (Jean-Baptiste Simeon Chardin, Jean-Baptiste Greuze…) und das Portrait (Jean-Marc Nattier, Maurice-Quentin de La Tour, Jean-Etienne Liotard, Jean-Baptiste Perronneau), die jetzt durch einen tiefen Psychologismus gekennzeichnet waren. Eine neue Richtung bekam auch die Landschaftsmalerei. Die Maler (Robert Hubert, Jean-Baptiste Lallemand, Charles-Louis Clérisseau, Louis-Francis Cassas, Pierre-Antoine de Machy) suchten jetzt ihre Inspiration in der wärmeren und poetischeren griechischen Kunst.

    Am Ende des 18. Jahrhunderts kamen mit der Französischen Revolution tiefe Veränderungen in das Leben Frankreichs. Die kleinformatigen Genrebilder oder die nichts aussagenden Landschaften mit Ruinen entsprachen wenig dem Zeitgeist der Ersten Republik. Diese brauchte ideologisch wirksame Bilder. Genau diese wurden von David und seiner Schule des Neoklassizismus (F. Gérard, N. Guérin, Girodet-Trioson, Ingres, Th. Chassériau, J.-F. Peyron, J.-B. Regnault, Puvis de Chavannes) Ende 18. – Anfang 19. Jahrhundert geschaffen.

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