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Theater des 20. Jahrhunderts

Eugène Ionesco
1912 -1994

Eugène Ionesco wurde am 26. November 1909 (1912) in Slatina (Rumänien) geboren.
Mitglied der Akademie Française seit 1970. Gestorben in Paris am 28. Mai 1994.

Nachdem Martin Esslin in seinem Buch «The Theatre of the Absurd» das Werk von Ionesco zusammen mit Beckett, Adamov und Genet mit dem Begriff des Absurden Theaters etikettierte, weist fast jeder, der sich mit dem französischen Theater der Nachkriegszeit beschäftigt darauf hin, dass diese Bezeichnung nicht besonders zutreffend ist und eher zu einem Missverständnis führt.
In der Tat sind nicht die dramatischen Werke von Ionesco absurd, sondern in der Auffassung des Autors ist das Leben selbst absurd. Eugène Ionesco beschreibt diese Absurdität der menschlichen Existenz lediglich mit den geeigneten Mitteln. Natürlich kann man über die menschliche Existenz unterschiedliche Meinungen haben, aber die Geschichte kann uns mehrere Beispiele nennen, die aus der Sicht der Logik nicht weniger absurd sind als die Theaterstücke von Ionesco: Kriegserklärungen im Namen des Humanismus, Pressemitteilungen über ökologische Politik der Großunternehmen, usw., ganz zu schweigen von der Sprache der Medien (und besonders der Werbung). Dass Eugène Ionesco dieses Gefühl der Absurdität in seinen Werken zu vermitteln versucht, macht aus ihm genau so wenig einen «Absurdisten», wie das Schreiben eines Krimis den Autor zu einem Verbrecher macht.
Ionesco selbst bevorzugte in Bezug auf seine Werke die Bezeichnung «Überraschung».

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Die wichtigsten Bühnenwerke von Eugène Ionesco sind:

Die kahle Sängerin La Cantatrice chauve 1948
Die Unterrichtsstunde La Leçon 1950
Jakob oder der Gehorsam Jacques ou la soumission 1950
Die Begrüßung Les Salutations 1950
Die Stühle Les Chaises 1951
Die Zukunft liegt in den Eiern oder
Wie fruchtbar ist de kleinste Kreis
L'Avenir est dans les Oeufs ou
Il faut de tout pour faire un monde
1951
Der Herrscher Le Maître 1951
Der Automobilsalon Le Salon de l'automobile 1951
Opfer der Pflicht Victimes du devoir 1952
La Nièce-épouse 1953
Le Rhume onirique 1953
Das heiratsfähige Mädchen La jeune fille à marier 1953
Amédée oder wie wird man ihn los Amédée ou Comment s'en débarrasser 1953
Der neue Mieter Le nouveau locataire 1953
Das Gemälde Le Tableau 1954
Impromptu oder Der Hirt und sein Chamäleon L'Impromptu de l'Alma ou Le caméléon du berger 1955
Impromptu pour la duchesse de Winsdor 1957
Mörder ohne Bezahlung Tueur sans gages 1957
Die Nashörner (Le) Rhinocéros 1958
Szene zu viert Scène à quatre 1959
Gehenlernen Apprendre à marcher 1960
Der Zorn La Colère 1961
Delirium zu zweit Délire à deux 1962
Fußgänger der Luft Le Piéton de l'air 1962
Der König stirbt Le Roi se meurt 1962
Hunger und Durst La Soif et la Faim 1964
Die Lücke La lacune 1965
Der heiratsfähige Junge Le jeune homme à marier 1965
Das harte Ei L'Oeuf dur 1966
Wie man ein hartes Ei zubereitet Pour préparer un oeuf dur 1966
Triumph des Todes Jeux de Massacre 1970
Der Schlamm La Vase 1971

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