André Malraux studierte Archäologie und asiatische Sprachen. Er verbrachte einige Jahre seiner Jugend auf Reisen, vor allem in Ostasien. Aus dieser Zeit stammen seine wichtigsten Romane:
- Les Conquérants
- La Voie royale
- La Condition humaine
- Le Temps du mépris
Mit Anfang des Bürgekrieges in Spanien kämpfte er auf republikanischer Seite. Im 2. Weltkrieg wurde er gefangen genommen. Es gelang ihm zu fliehen und er beteiligte sich an der Résistance. Nach dem Krieg lernte er General de Gaulle kennen. Malraux unterstütze ihn bei der Gründung des "Rassemblement du Peuple Français" und der Regierungsarbeit. Dies ließ ihm keine Zeit für seine literarische Tätigkeit. Er schrieb keinen weiteren Roman. Mehrfach wurde er zum Minister ernannt:
- Informationsminister - 1945/46 und 1958
- Kultusminister - 1959/1969
Er organisierte die Gründung der "Maisons de culture" (Kulturhäuser) in ganz Frankreich und initiierte wichtige Restaurationsarbeiten, wie z.B. das Marais-Viertel in Paris.
Im Rahmen dieser politischen Tätigkeit profitierte Malraux von seinen Fähigkeiten als renommierter Schriftsteller. Seine Reden sind künstlerisch vollkommene Kunstwerke. Besonders berühmt ist seine Ansprache bei der Überführung des Leichnams von Jean Moulin in das Pantheon im Jahre 1964.
Als General de Gaulle im Jahre 1969 das politische Leben verließ, zog sich André Malraux ebenfalls zurück. Den Rest seines Lebens widmete er der Arbeit an autobiographischen Schriften, die 1976 als "Le Miroir des limbes" erschienen.