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Die Troubadours
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Zu Beginn des 12. Jh. entwickelte sich in der Provence eine neue Art der Lyrik - die Troubadourslieder. Ihre Schöpfer - die Troubadours - stammten aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten, vom Grafen bis zum Bäcker. Sie schrieben selbst die Texte und die Musik. Meist trugen sie ihre Lieder auch selbst vor.
Ohne über zahlreiche formale Neuerungen der Dichtkunst zu sprechen, führten die Troubadours neue Inhalte in die Literatur ein. Die Literatur des Mittelalters kannte bisher nur religiöse oder historisch-heroische Themen. Die Troubadours boten einen neuen Stoff für das literarische Werk, der mit der Zeit alle andere übertraf - die Liebe. Die Texte handelten hauptsächlich von der Liebe zu einer schönen Dame, die schon verheiratet war und die Gefühle nicht erwidern konnte. Die Leiden und Demütigungen des Werbenden, aber auch seine Treue und anhaltende Vergötterung der Frau bildeten den Inhalt der meisten Troubadourslieder.
Mit Beginn des Albigenser-Kreuzzuges verließen viele Troubadours die Provence und gingen nach Nordfrankreich, Spanien und Italien. Von dort verbreitete sich diese Dichtung in ganz Europa.
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