Der Präsident der Republik, das Staatsoberhaupt, ist die Schlüsselfigur in der Politik Frankreichs. Seine außerordentliche politische Kraft ist ein Resultat folgender Faktoren:
- Die direkte Wahl durch das Volk gibt ihm die gleiche Legitimationsgrundlage wie der Nationalversammlung.
- Die lange Amtsdauer (bis jetzt 7 Jahre und ab den nächsten Wahlen 5 Jahre ohne Einschränkung zur Wiederwahl).
- Durch die Verfassung definierte Machtbereiche und Einflussmöglichkeiten auf die Nationalversammlung, auf die Regierung und die anderen politisch wichtigen Gremien.
Die Verfassung gibt dem Präsidenten eine Reihe von Funktionen, die ihn in einigen Fällen über die Regierung und das Parlament stellen. Er hat zum Beispiel das Recht, die ganze Nation zu repräsentieren, in Krisensituation Entscheidungen zu fällen und in Notfällen die Regierung und das Parlament zu ersetzen.
Der Präsident der Republik:
- ernennt den Premierminister und auf dessen Vorschlag die Regierungsmitglieder.
- führt den Vorsitz im Ministerrat.
- verkündet die Gesetze.
- ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
- übt das Begnadigungsrecht aus.
Jacques Chirac, der fünfte Präsident der Fünften Republik, wurde am 7. Mai 1995 gewählt.
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