Die Gründung der Stadt geht auf die römische Colonia Julia Victrix Septimanorum Biterrae im Jahre 35 v.Chr. zurück, obwohl auch Spuren früherer Siedlungen vorkeltischer Stämme aus dem 7. Jh. v.Chr. nachgewiesen wurden. Als Zentrum der Weinproduktion auf der Via Domitia entwickelte sich die Stadt schnell während der gallo-römischen Periode. Im früheren Mittelalter wurde die Stadt mehrmals von barbarischen Stämmen zerstört. Jedoch besonders blutige Ereignisse sollte Béziers während der Albigenser Kriege erleben. Als Hochburg der Katharer wurde die Stadt als Abschreckungsbeispiel mehr oder weniger vollständig zerstört und die Bevölkerung massakriert.
Im 13. bis 16. Jh. erholte sich die Stadt von diesen Ereignissen. Die Altstadt um die Kathedrale St-Nazaire wurde restauriert und umgebaut. Das Stadtviertel um die Allee Paul-Riquet bekam ein völlig neues Aussehen. Besonders interessant sind das Stadttheater und das Plateau des Poètes - ein Garten im englischen Stil.
Neuen Schwung in der Entwicklung erreichte Béziers im 18. Jh. als Pierre-Paul Riquet seine Heimatstadt durch den Canal du Midi mit der Mittelmeerküste und dem Atlantik verband.
Heute ist Bézier ein wichtiges kulturelles Zentrum im Departement Hérault. Besonders berühmt ist seine "Féria" in der ersten Augusthälfte. Der Höhepunkt dieses Festes ist der Stierkampf - Corrida - am 15. August.
Umgebung: Canal du Midi, Abtei von Fontcaude, Oppidum d'Enserune