| Orléans ist eine der ältesten Städte in Frankreich. Schon in der vorgeschichtlichen Periode war hier die Hauptstadt des gallischen Volkes Karnuten. Im Jahre 52 v. Chr. eroberte die römische Armee die Stadt. Im 3. Jh. wurde sie befestigt, um den barbarischen Überfällen stand zu halten. Die Form dieser Befestigungsanlagen erkennt man bis heute in der Altstadt von Orléans.
Im Mittelalter entwickelte sich Orléans zu einem der wichtigsten Handels- und Kulturzentren Frankreichs. Berühmt war die geistige Schule von Orléans. Ihr Einfluss und ihre Tätigkeiten führten am Anfang des 14. Jh.s zur Gründung einer Universität.
Selbst der Hundertjährige Krieg konnte die Entwicklung der Stadt nicht stoppen. Die Bewohner von Orléans verteidigten mit Erfolg ihre Stadt gegen die Engländer bis ihnen Jeanne d'Arc mit französischen Armee zur Hilfe kam.
Die Religionskriege dagegen gingen nicht spurlos an Orléans vorbei. In der zweiten Hälfte des 16. Jh.s wurde Orléans zum Hauptzentrum der Protestanten. Sie zerstörten z.T. die Kathedrale, die Kirche St-Aignan und andere Kultstätten. Nach der Zurückeroberung der Stadt veranlasste Heinrich IV. die Restaurierung der wichtigsten Gebäude. Auch Ludwig XIV. investierte große Summen in die Restaurierungsarbeiten.
Die Revolution von 1789 brachte neue Zerstörungen. Aber besonders schwer litt Orléans im 2. Weltkrieg. Zuerst wurde die Stadt von den Deutschen bombardiert, dann bei der Befreiung von den Amerikaner.
Heute nimmt man kaum noch das Ausmaß dieser Zerstörungen wahr. Die Altstadt und zahlreiche historische Gebäude wurden sorgfältig restauriert.
Stadtsite: http://www.ville-orleans.fr
|