Die Entstehung der V. Republik ist eng mit dem Namen des Generals de Gaulle verbunden. Er nutzte die Algerienkrise um eine neue Verfassung durch ein Referendum durchzusetzen. Diese Verfassung verstärkte die Exekutive und besonders den Präsidenten.
1968 in Folge der Maiunruhen trat General de Gaulle zurück und machte Georges Pompidou (Präsidentschaftszeit: 1969-1974) Platz, der vor allem die Interessen des Großbürgertums vertrat. Nach seinem Tod versuchte der neue Präsident Valéry Giscard d'Estaing (Präsidentschaftszeit: 1974 - 1981) die liberale Politik weiterzuführen.
1981 gelang es dem sozialistischen Kandidaten François Mitterand (Präsidentschaftszeit: 1981-1995) für die nächsten 14 Jahre das Amt des Präsidenten zu übernehmen. Dies bedeutete für die Sozialisten jedoch nicht 14 Jahre Regierungszeit, da die Sozialistische Partei zwei Mal bei den Wahlen in die Nationalversammlung die parlamentarische Mehrheit verlor und der Präsident gezwungen war, einen Premierminister aus den Reihen der Gaullisten zu ernennen.
Am 7. Mai 1995 wurde Jacques Chirac zum Präsidenten der Französischen Republik gewählt. 1997 löste er die Nationalversammlung auf. Die rechten Parteien verloren die neuen Wahlen und Jacques Chirac war gezwungen, einen Premierminister aus den Reihen der Sozialisen zu ernennen. Er ernannte Lionel Jospin, der bis zum Juni 2002 die Regierung führte.
2002 gewannen die rechten Parteien die Wahlen. Seit 17. Juni 2002 führt Jean-Pierre Raffarin die französische Regierung.