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Die Zweite Republik (1848 - 1851)
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Nur 3 Tage nach der Abdankung von Louis Philippe wurde am 24. Februar 1848 die II. Republik ausgerufen. Bis zu den Präsidentschaftswahlen wurde eine provisorische Regierung gebildet, der zum ersten Mal auch die Sozialisten angehörten. Diese Regierung bereitete eine neue Verfassung vor, die am 4. November in Kraft trat. Nach dieser Verfassung bekam jeder nicht vorbestrafte Franzose ab dem 21. Lebensjahr das Recht zu wählen. Auf diese Weise erhöhte sich die Zahl der Wahlberechtigten von 200.000 auf ca. 9 Millionen. Die Stimmen der Wähler von Paris, die mehr oder weniger liberal orientiert waren, spielten nunmehr keine große Rolle, da rein rechnerisch gesehen die große Mehrheit der Bevölkerung doch auf dem Land wohnte. Diese eher konservativ orientierten Schichten wählten im Dezember 1848 Charles-Louis Bonaparte, den Neffen von Napoleon I., zum Präsidenten.
Der neue Präsident besaß zwar nicht die Genialität seines Onkels, dafür aber seine Ambitionen. Die nach der Verfassung vorgesehenen 4 Jahre Amtsdauer waren ihm zu kurz und so verlängerte er diese nach einem Referendum im Dezember 1851 auf 10 Jahre. Ein Jahr später, ebenfalls nach einem Volksentscheid, ließ er sich am 2. Dezember 1852 zum Kaiser wählen.
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