Nach dem Tod Ludwigs XIV. änderte sich das Leben am Hof und in ganz Frankreich.
Von einer Weiterführung des absolutistischen Regierungsstils des Königs konnte keine Rede sein: der Nachfolger Ludwigs XIV. (sein Urenkel Ludwig XV.) war nur 5 Jahre alt als er den Thron bestieg. Aber auch nach der Regentschaft des Herzogs Philipp II. von Orléans zeigte Ludwig XV. nicht die Machtstärke seines Urgroßvaters. Die Beteiligung Frankreichs an dem Polnischen Thronfolgekrieg, dem Österreichischen Erbfolgekrieg und dem Siebenjährigen Krieg brachte das Land an den Rand des finanziellen Ruins und schwächte sein internationales Ansehen.
Seinem Nachfolger Ludwig XVI. gelang es ebenfalls nicht, die allgemeine Situation deutlich zu verbessern und der Widerstand der Bevölkerung wuchs. Die bedeutenden Philosophen und Staatsdenker der Aufklärung (Voltaire, Rousseau, Diderot u.a.) spielten dabei eine wichtige Rolle.
Das letzte Viertel des Jahrhunderts war durch die Französische Revolution und ihre Folgeereignisse (Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, Abschaffung der Monarchie, Erste Republik usw.) gekennzeichnet.