Die römische Besatzung Galliens dauerte ca. 500 Jahre. Es ist schwierig eine eindeutige Aussage über die Konsequenzen dieser Zeit auf die Gesamtentwicklung Frankreichs zu machen.
Die Römer verstärkten die Grenzen, teilten das Gebiet in Provinzen, bauten Straßen (z.B. Via Domitia), errichteten Städte, in denen sich die Kultur der beiden Völker bis zu einem gewissen Grad vermischte.
Diese kulturelle Verschmelzung wird besonders gut am Beispiel der französischen Sprache sichtbar, die aus dem Latein entstand. Nur einige Wörter (bec, chemise
) der Sprache der Urbevölkerung sind bis heute im Sprachgebrauch. Die Verwaltungsstrukturen der Römer überlebten ebenfalls die Besatzungszeit.
In anderen Bereichen (z.B. Architektur) endete die Zusammenarbeit der Kelten (oder Gallier wie sie die Römer nannten) mit den Römern zum Zeitpunkt des Abzuges der römischen Truppen aus dem Land im 5 Jahrhundert.