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Heinrich IV.

13. Dezember 1553 (Pau) – 14. Mai 1610 (Paris)
König von Navarra (1572-1610) und Frankreich (1589-1610)
Ludwig XIV. von Frankreich<BR></A>Klaus Malettke
Heinrich IV.

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    Nach dem Tode des kinderlosen Heinrichs III., des letzten Königs aus dem Hause Valois, wurde Heinrich von Navarra zum legitimen Thronerben. Seit 1569 bis zu seiner Heirat mit Margarete von Valois im Jahre 1572 war er unumstrittener Führer der französischen Protestanten (Hugenotten). Zu seiner Vermählung kamen zahlreiche Protestanten nach Paris. Die katholische Liga nutzte die Gelegenheit und veranstaltete ein Blutbad. Am 24. August 1572 (Bartholomäustag) wurden 5 bis 10 Tausend Hugenotten umgebracht. Heinrich von Navarra entkam dem Tod nur, weil er von seinem Glauben abdankte. Dies rettete zwar sein Leben, entzog ihm aber die Unterstützung der Protestanten.

    Trotz aller Schwierigkeiten erreichte er sein Ziel, König zu werden, im Jahre 1589. Heinrich IV. wurde feierlich in der Kathedrale von Chartres gekrönt. Während seiner Regierungszeit gelang es ihm, die Kriege zwischen Protestanten und Katholiken zu beenden und die Zentralgewalt in Frankreich weiter auszubauen. Dabei unterstützte ihn sein Minister Maximilian de Belhune, Herzog von Sully.

    Nach der Ermordung Heinrichs IV. durch den katholischen Fanatiker François Ravaillac im Jahre 1610 wurde sein Sohn aus zweiter Ehe (mit Maria von Medici) unter dem Namen Ludwig XIII. zum König gekrönt.

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