In der vorgeschichtlichen Zeit wurde das Gebiet des heutigen Frankreichs von den Liguren besiedelt. Im 5. Jh. v.Chr. wurden sie von den Iberern verdrängt. Ca. 1500 v.Chr. traten die Kelten in den Gebieten des heutigen Frankreichs erstmals in Erscheinung. Langsam, aber unaufhaltsam verbreiteten sie sich zu Beginn des 4. Jh.s v.Chr. auf dem ganzen Territorium.
Seit dem 2. Jh. v.Chr. beginnt die römische Besetzung des Territoriums, die in mehreren Etappen erfolgte und im Jahre 51. v.Chr. durch Caesar vollendet wurde. Die Römer teilten das Gebiet, das sie Gallien nannten, in Provinzen, errichteten Städte, bauten Strassen... Außerdem übernahmen sie die Verteidigung der äußeren Grenzen und gewährleisteten auf lange Zeit eine relativ friedliche Entwicklung des Landes.
Im frühen Mittelalter drangen «Barbaren» (Allemannen, Franken, Burgunder...) in das römische Gallien ein, bis sich die Franken unter Chlodwig als Herrscher durchsetzten.
Die herrschenden Merowinger, sowie die nachfolgenden Dynastien – Karolinger, Kapetinger, Valois, Bourbonen – bauten in Frankreich einen Nationalstaat auf und entwickelten ihn im Zeichen der Monarchie.
Seit der Revolution im Jahre 1789 wurde die Monarchie geschwächt und in den folgenden Perioden (1. Republik, Nationalkonvent, Direktorium, Konsulat) abgelöst. Dieser Sieg des Bürgertums setzte Signale für die europäische Entwicklung des 19. Jahrhunderts. Selbst die Einrichtung des Kaiserreiches durch Napoleon konnte die Entwicklung der demokratischen Regierungsformen nicht stoppen.
In den Jahren nach dem Sturz von Napoleon (Restauration, Julimonarchie, Zweite Republik und Zweites Kaiserreich) entstand das parlamentarische Regime.
Die Dritte Republik, die Provisorische Regierung nach dem Vichy-Regime, die Vierte und die heutige Fünfte Republik boten sehr unterschiedliche Entwicklungen des Nationalstaates, die aber im Endeffekt zu einer erfolgreichen Entwicklung des Landes führten.